Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 01.08.2019


Innsbruck

Dritte Spur zwischen Innsbruck und Zirl lässt Wogen hochgehen



Das Feststellungsverfahren über eine mögliche Umweltverträglichkeitsprüfung zur zeitweisen Öffnung des Pannenstreifens zwischen Innsbruck und Zirl lässt die Wogen hochgehen. Land und Stadt Innsbruck lehnen das ab, der Autobahnbetreiber Asfinag ist hingegen überzeugt, dass mit einer temporären Freigabe des Pannenstreifens die derzeitige Pendler-Verkehrssituation in diesem Bereich nachhaltig verbessert werde.

Asfinag-Untersuchungen hätten gezeigt, dass es bei mehr Kapazität durch eine zeitweise Öffnung des Pannenstreifens zu einer Rückverlagerung des Verkehrs von den anliegenden Ortschaften auf die Autobahn kommen wird.

Anders die Grünen: Es sei nicht hinzunehmen, dass die Asfinag die Klimaschutz-Bemühungen Tirols mit einer zusätzlichen Autobahnspur zu untergraben versucht. „Dass der Autobahnbetreiber wider besseren Wissens die Pläne weiter verfolgt, ist eine Sauerei", ist der Listenzweite für die Nationalratswahl, Hermann Weratschnig, verärgert. Zudem arbeite Tirol seit Jahren mit viel Steuergeld an der Mobilitätswende. (TT)




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