Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.08.2019


Bezirk Imst

Liste Fritz ortet im Bezirk Imst 4 Mio. m² braches Bauland

LA Markus Sint fordert eine Baulandmobilisierung.

© PaschingerLA Markus Sint fordert eine Baulandmobilisierung.



Um leistbares Wohnen zu ermöglichen, „brauchen wir leistbare Baugründe. Gewidmetes, nicht bebautes Bauland ist daher ein kostbarer Schatz“, erklärt Markus Sint, Abgeordneter der Liste Fritz im Tiroler Landtag. „Jeden Quadratmeter, den wir aus den vorhandenen Baulandreserven mobilisieren, brauchen wir weniger neu widmen.“ In Tirol und im Bezirk Imst gebe es viele ungenutzte Baulandreserven. „Aktuell haben 15 der insgesamt 24 Gemeinden im Bezirk Imst mehr als 100.000 m² gewidmetes, aber nicht bebautes Bauland“, stellt Sint fest. Das macht in Summe über vier Millionen Quadratmeter — in ganz Tirol listet die Liste Fritz ganze 36 Millionen Quadratmeter auf.

Für ihn ist eine Mobilisierung dieses brachliegenden Baulandes machbar: „Unsere Idee — jede Gemeinde muss mindestens zehn Prozent ihrer Baulandreserven als Vorbehaltsfläche für den geförderten Wohnbau ausweisen. Für die Bevölkerung gibt es so Bauland für leistbares Wohnen“, ist Sint überzeugt.

Angeführt wird die Liste der meisten Baulandreserven im Bezirk von der Stadt Imst: Mit knapp 609.000 m² liegt die Stadtgemeinde an vierter Stelle innerhalb Tirols. Mieming weist demnach 337.000 m², Haiming 300.000 m² auf. Der Bezirk Imst hat aber auch jene Gemeinde mit den wenigsten gewidmeten Baulandreserven anzubieten: In Arzl sind es laut Liste Fritz gerade einmal 402 m² (www.listefritz.at).

Angesprochen auf die mehr als 60 Hektar brachliegenden Baulandes in der Bezirkshauptstadt meint der Imster Bürgermeister Stefan Weirather: „Diese Widmungen sind schon in den 1980er-Jahren passiert.“ Das von der Liste Fritz aufgezeigte Problem der Baulandmobilisierung sieht er vor allem im Bereich „Innsbruck mit seinen 6000 bis 7000 Wohnungssuchenden. In Imst haben wir in den letzten Jahren viel im sozialen Wohnbau gemacht“, verweist er auch auf eine gewisse Sättigung, die zuletzt auch von Wohnungsstadträtin Andrea Jäger immer wieder angesprochen wurde. (TT, pascal)




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