Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 14.08.2019


Bezirk Kufstein

Protest gegen Asbest-Zwischenlager: Künstler wollen „hohe Politik erreichen“

Der Verein „Wildwuchs“ will politische Entscheidungsträger beim Forum Alpbach auf die Sorgen rund um das geplante Asbest-Zwischenlager aufmerksam machen.

Das Künstlerkollektiv machte mit einer Performance vor rund zwei Wochen am Unteren Stadtplatz auf das Thema aufmerksam.

© HaunDas Künstlerkollektiv machte mit einer Performance vor rund zwei Wochen am Unteren Stadtplatz auf das Thema aufmerksam.



Kufstein, Alpbach — Unter dem Titel „Freiheit und Sicherheit" startet heute das Forum Alpbach. Genau dort will sich das Künstlerkollektiv „Wildwuchs" mit einem kreativen Auftritt Gehör bei hohen Entscheidungsträgern der Republik verschaffen, und auf die Sorgen der Bürger zum geplanten Asbest-Zwischenlager in Kufstein aufmerksam machen (die TT berichtete).

„Man unternimmt so viel, um den Verkehr einzudämmen und die Luftqualität zu verbessern — wenn eine solche Deponie genehmigt werden würde, stünde das im radikalen Widerspruch", meint Werner Richter, Obmann des Künstlerkollektivs „Wildwuchs".

Mit rund 2500 gesammelten Unterschriften aus der Festungsstadt unter dem Arm wolle man beim Forum Alpbach am Sonntag aufmarschieren, um dort die „hohe Politik" zu erreichen. Neben LH Günther Platter und LHStv. Ingrid Felipe hofft Richter auch auf ein persönliches Gespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen. „Für mich stehen sie alle in der Verantwortung, unabhängig von ihrer Zuständigkeit", erklärt der Künstler und fordert zum Handeln noch vor den Nationalratswahlen am 29. September auf.

Mit weiteren künstlerischen Darbietungen wolle man die Bevölkerung auf das Thema Asbest und seine Risiken aufmerksam machen. „Wir wollen Gespräche anregen, die Auseinandersetzung fördern und informieren." (jazz)