Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.08.2019


TT-Ombudsmann

Schweigen um neue Straßenbahn

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© Foto Rudy De Moor / Tiroler Tage



Vor Monaten berichteten wir über „Viel Lärm um die neue Straßenbahn". Heute gibt es eine Fortsetzung mit frischem Potenzial auf der Erregungsskala. Zum Ärger über den Lärm kam jetzt nämlich Unmut über Stille — nicht der neuen Tram, sondern als Schweigsamkeit von Verantwortlichen.

Eine kurze Rückschau: Beim Lärmproblem ging es um Vibrationen. Aus Neu-Rum erfuhren wir: „Unsere Siedlung ist sieben Meter von den Gleisanlagen entfernt und die Häuser wurden in den 60er-Jahren nach dem damaligen Stand der Technik gebaut. Die Wohnungen sind so konzipiert, dass alle Schlafräume straßenseitig sind und auch nicht innerhalb der Wohnung verändert werden können." In der Ing.-Etzel-Straße befürchtet man „wegen des Untergrundes besonderen Krach beim Vorbeifahren der Straßenbahn". Seit dem Bericht hat sich einiges getan. Ein kräftiges Lebenszeichen erreichte uns vom Tiroler Seniorenbund. Bei einer Studienfahrt nach Belgien fiel dem Bezirksobmann Rainer Hroch in Gent auf, „dass die Schienen der dortigen Straßenbahnen in einem Gummibett liegen und das Rollgeräusch komplett dämpfen". In Innsbruck wurden unterdessen von einer Wiener Firma Erschütterungsmessungen gemacht. Neugierig, wie aufgeweckte Bürger nun einmal sind, wollten sie die Messergebnisse erfahren. Die wurden aber nicht bekannt gegeben. Schweigen gab es auch auf Schreiben von Betroffenen an die emsigen Politikerinnen Ingrid Felipe und Andrea Haselwanter-Schneider. Vielleicht liegen die Papiere noch irgendwo rum. Datiert sind sie mit 4. April.




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