Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.08.2019


Bezirk Schwaz

Frauen im Bezirk Schwaz erhalten um 24 Prozent weniger Lohn

Selma Yildirim, Eva Beihammer und Gabriele Heinisch-Hosek (v. l.) zeigen auf, dass im Bezirk Schwaz die Frauen viel zu wenig verdienen.

© DählingSelma Yildirim, Eva Beihammer und Gabriele Heinisch-Hosek (v. l.) zeigen auf, dass im Bezirk Schwaz die Frauen viel zu wenig verdienen.



SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende NR Gabriele Heinisch-Hosek, Landesfrauenvorsitzende NR Selma Yildirim und Bezirkskandidatin Eva Beihammer präsentierten gestern in Schwaz die frauenpolitischen Schwerpunkte für die Nationalratswahl am 29. September. Die SPÖ sieht sich dabei als Gegenentwurf zur rückschrittlichen Frauenpolitik der abgesetzten türkis-blauen Regierung, die zahlreichen Fraueneinrichtungen das Geld gekürzt hat. „Für Frauen ist der Bezirk Schwaz einer der einkommensschwächsten in ganz Österreich. Nicht einmal ein Drittel der Schwazerinnen arbeitet Vollzeit", zeigte Yildirim auf. Nur ein Drittel der Kindergartenkinder in Tirol habe einen Platz, der mit Vollzeitarbeit vereinbar ist. Im Bezirk Schwaz haben Kindergärten an 36 Tagen im Jahr geschlossen. Es brauche flächendeckend Gratiskindergärten ganztägig und ganzjährig.

Das mittlere Einkommen der Frauen in Tirol liege elf Prozent unter dem Österreichschnitt und damit an letzter Stelle. „Der Unterschied zwischen Frauen- und Männer­einkommen ist im Bezirk Schwaz im Tirolvergleich am größten und beträgt 24,4 % bei ganzjähriger Vollzeitarbeit", zeigen die drei SPÖ-Frauen auf. „Frauen bewältigen eine Vielzahl von Aufgaben. Oft denken sie dabei zu wenig an sich selbst. Frauengesundheit zu fördern, ist uns seit jeher ein großes Anliegen", betont Heinisch-Hosek. Sie fordert u. a. die stärkere Förderung geschlechtsspezifischer Medizin. Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in öffentlichen Krankenhäusern und kostenlose Verhütungsmittel hat Yildirim bereits per Antrag im Parlament gefordert.

„Gleiche Chancen, gleiche Rechte, gleicher Lohn, das unterstützen wir, dafür setzen wir uns ein", sagt Eva Beihammer. (TT)

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