Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.08.2019


Politik in Kürze

Steixer kehrte „Kurz“ auf die Bühne zurück

Flankiert von LH Günther Platter und ÖVP-Chef Kurz freuen sich Sophia Steixner, die kleine Elisabeth sowie Martina und Toni Steixner über das gelungene Bauernhofgespräch auf ihrem Hof.

© AngererFlankiert von LH Günther Platter und ÖVP-Chef Kurz freuen sich Sophia Steixner, die kleine Elisabeth sowie Martina und Toni Steixner über das gelungene Bauernhofgespräch auf ihrem Hof.



Der ÖVP-Bauernbund ist der Mobilisierungsmotor der Tiroler Volkspartei. Davon nahm Mittwochabend auch ÖVP-Obmann Sebastian Kurz zufrieden Kenntnis. 1000 Interessierte waren zu den Bauernhofgesprächen mit Kurz auf den Schöberlhof nach Mutters gekommen. Den Hof bewirtschafte der ehemalige Agrarreferent und Bauernbundobmann Toni Steixner zusammen mit Tochter Sophia und Gattin Martina. Dem einstigen Vollblutpolitiker geht die Politik nicht ab, als Fischzüchter („Tiroler Saiblinge“) hat er sich einen Namen gemacht. „Den Schock nach der Politik gab es für mich nicht“, sagt er. Für Kurz gab es nur lobende Worte, „dass man ihn abgewählt hat, kann ich nicht verstehen“.

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Für die Tiroler VP war das Bauernhofgespräch ein bisschen wie der inoffizielle Wahlkampfauftakt, ab nächster Woche soll der Wahlkampfmotor auf Hochtouren laufen. Nicht fehlen durfte natürlich das Thema Wolf und dafür schlüpfte Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl kurz in die Rolle eines Schafes. „Aus der Sicht eines Schafes ist nur ein toter Wolf ein guter Wolf“, meinte der Zillertaler.

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Wie die Freiheitlichen (100.000 Euro) haben auch die NEOS im September 2017 von der Tiroler Industriellenvereinigung ein Spendenangebot von 30.000 Euro für die Landespartei erhalten. Wie Landessprecher Dominik Oberhofer gestern gegenüber der TT erklärte, „haben wir das wie die Freiheitlichen abgelehnt“.

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Kritik gibt es an den Mehrkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro für die Infrastrukturkosten bei der Nordischen WM in Seefeld. Wie berichtet, ordnet jetzt eine Kommission des Landes die zusätzlichen Ausgaben zu, danach soll es dann Verhandlungen über die Aufteilung der Kosten geben. SPÖ-Sportsprecher Benedikt Lentsch fordert insgesamt mehr Augenmaß und Weitblick bei sportlichen Großveranstaltungen. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass derartige Veranstaltungen von vornherein gut durchdacht und realistisch budgetiert werden“, so Lentsch. Die permanente Debatte über Kosten und Finanzierung im Nachgang sei nicht nur müßig, sondern auch schädlich für das Image des Sports und die Tiroler Destinationen.

Nun werde es Zeit, dass alle Fakten auf den Tisch gelegt werden, „denn es geht um Steuergelder in Millionen-Höhe“, befindet FPÖ-Parteiobmann Markus Abwerzger. Für ihn muss sich der Seefelder Bürgermeister Werner Frießer der Verantwortung für das Debakel stellen. (pn)