Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 29.08.2019


Osttirol

Blanik für massiven Ausbau der Bahn in Osttirol

Der Transitverkehr durch Osttirol soll auf die Schiene verlagert werden, wenn es nach der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik geht.

© Christoph BlassnigDer Transitverkehr durch Osttirol soll auf die Schiene verlagert werden, wenn es nach der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik geht.



Günter Emberger, Forschungsbereichsleiter am Institut für Verkehrswissenschaften an der Technischen Universität Wien, war bereits einmal im Planungsverband 36 geladen. „Wir müssen uns jetzt damit befassen, wie der Verkehr in zehn Jahren bei uns funktionieren soll", begründet die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik einen Vorstoß in Sachen Verkehrspolitik. Die Gemeindechefin beruft sich dabei auf Vorschläge von Emberger.

„Die B100 wird in Kärnten weiter ausgebaut, und das hat natürlich Auswirkungen auf das Osttiroler und Südtiroler Pustertal." Blanik spricht sich für einen massiven Ausbau der Schieneninfrastruktur zum Süden hin aus. Über Lenkungsmaßnahmen wie Nachtfahrverbote oder Lkw-Durchfahrtsverbote soll langfristig im Drau- bzw. Pustertal der Transitverkehr auf eine Rollende Landstraße verfrachtet werden. „Es gibt dazu gar keine Alternative", sagt Blanik. „Wenn man sich das Verkehrsproblem auf Südtiroler Seite anschaut, führt auch dort künftig kein Weg an einer zweiten Bahntrasse vorbei."

Die Wirtschaftskammer Lienz warnt vor Beschränkungen im Wirtschaftsverkehr. „Betriebe ziehen sich zurück, Arbeitsplätze gehen verloren und der Wohlstand sinkt", meint Obmann Michael Aichner und fordert erneut ein Gesamtverkehrskonzept. (bcp)

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