Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 30.08.2019


Bezirk Kitzbühel

Gefährliche Straße durch neue Brücke in Fieberbrunn/St. Johann entschärft

Nach einer Bauzeit von knapp acht Monaten ist die Grenzbrücke an der Hochkönigstraße zwischen Fieberbrunn und St. Johann fertig.

Offizielle Eröffnung der neuen Grenzbrücke zwischen Fieberbrunn und St. Johann: Leiter der Abteilung Verkehr und Straße, Christian Molzer, BM Hubert Almberger, LHStv. Josef Geisler, BM Walter Astner, Erwin Obermaier und Michael Berger.

© Land Tirol/EntstrasserOffizielle Eröffnung der neuen Grenzbrücke zwischen Fieberbrunn und St. Johann: Leiter der Abteilung Verkehr und Straße, Christian Molzer, BM Hubert Almberger, LHStv. Josef Geisler, BM Walter Astner, Erwin Obermaier und Michael Berger.



Fieberbrunn, St. Johann i. T. – Die neue Grenzbrücke an der Hochkönigstraße über die Fieberbrunner Ache zwischen den Gemeinden Fieberbrunn und St. Johann ist fertig und wurde gestern im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

„Diese Brücke ist nicht nur ein gelungenes Bauwerk, sondern auch ein weiterer wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz“, freut sich Geisler.

Im Zuge des Brückenneubaus wurde ein dreieinhalb Meter breiter Rad- und Gehweg errichtet. Dieser ist baulich durch eine Betonleitwand getrennt und sorgt für die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen.

Froh über die neue Verbindung sind auch die Bürgermeister Walter Astner aus Fieberbrunn und sein Kollege Hubert Almberger aus St. Johann: „In der Vergangenheit ist es oft zu Unfällen gekommen. Durch die neue Linienführung wurde die Kurve entschärft und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erhöht. Und Radfahren wird in der Region durch die neue Brücke wieder ein Stück interessanter.“ Außerdem wurde mit der Neutrassierung auf die künftige Erweiterung des Klärwerks Rücksicht genommen.

„Der Bezirk Kitzbühel übernimmt beim Ausbau der Radinfrastruktur eine Vorreiterrolle. Die neue Grenzbrücke und der bereits vor Jahren in Angriff genommene Ausbau der Radwegverbindung St. Johann–Fieberbrunn beweisen dies eindrucksvoll“, gratuliert Landeshauptmannstellvertreter Geisler. Allein 1,5 Millionen Euro wurden in St. Johann und Fieberbrunn in den letzten Jahren in das Radwegenetz investiert. Das Land Tirol unterstützt die Gemeinden beim Ausbau der Radinfrastruktur.

Seit Beginn der Radwegoffensive wurden im Bezirk Kitzbühel rund 2,6 Millionen Euro investiert: Das Land Tirol hat die Investitionen mit 70 Prozent oder 1,8 Millionen Euro gefördert.

Für den Leiter der Abteilung Verkehr und Straße, Christian Molzer, steht bei allen Straßenbauvorhaben des Landes die Verkehrssicherheit an oberster Stelle. „Wir haben in der laufenden Bausaison im Bezirk Kitzbühel mit der Grenzbrücke an der B164 Hochkönigstraße, der Kohlhoferbrücke in Reith b. Kitzbühel und der Kehlbachbrücke in der Kelchsau drei Brücken auf den neuesten Stand der Technik gebracht und damit praktisch das gesamte Budget für den Straßenneubau in der Höhe von 4,3 Millionen Euro im Bezirk Kitzbühel investiert.“

1,9 Millionen Euro betrugen allein die Gesamtkosten für den Neubau der Grenzbrücke. „Um im Hochwasserfall den Wasserabfluss nicht zu behindern, wurde die Brücke ohne Pfeiler in der Ache ausgeführt. Die Stützweite beträgt somit stolze 40 Meter. Außerdem haben wir das Straßenniveau auf beiden Seiten der Brücke etwas angehoben“, erläutert Erwin Obermaier, Leiter des Baubezirksamts Kufstein. Der Bau sei trotz eines extremen Winters und eines aufgrund von Regen- und Schmelzwasser hohen Wasserstandes ohne Probleme über die Bühne gegangen. Auch die einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung während der Bauzeit habe selbst an verkehrsstarken Wochenenden gut funktioniert. (TT)