Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 31.08.2019


Osttirol

Wirtschaftsbund will Verkehrskonzept für Lienz

Der Straßenverkehr in Lienz und Osttirol lässt schon lange Forderungen nach einem Verkehrskonzept laut werden. Lösungen fehlen.

© Christoph BlassnigDer Straßenverkehr in Lienz und Osttirol lässt schon lange Forderungen nach einem Verkehrskonzept laut werden. Lösungen fehlen.



Zur Verkehrsdebatte, die die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) mit ihrem Vorstoß zugunsten eines Bahnausbaus angeregt hat, meldet sich nach der Wirtschaftskammer auch der heimische Wirtschaftsbund in einer Aussendung zu Wort. „Unsere Unternehmer fühlen sich überrumpelt", wird Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger zitiert. Von 23.000 Fahrzeugen, die täglich durch Lienz rollen, entfielen laut offiziellen Zählungen nur sieben Prozent auf den Schwerverkehr. Das Konzept einer Rollenden Landstraße (RoLa) sei zwar begrüßenswert, doch müsste der lokale Ziel- und Quellverkehr ausgenommen sein. Die Verladung von Lkw sei erst ab 150 Kilometern zurückzulegender Strecke wirtschaftlich, erläutert die Obfrau. „Und selbst wenn beim Umbau des Lienzer Bahnhofes mit neuen Verladestationen und Verschubgleisen die Voraussetzungen für die RoLa geschaffen werden, bleibt sie eine Sackgasse, falls Italien/Südtirol nicht mitspielt."

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Vor Fahrverboten warnt auch ÖVP-Stadtparteiobmann Christian Steininger. „Wir brauchen dringend ein klares Konzept, um die enorme Herausforderung Verkehr zu bewältigen." Steininger nennt die große Anzahl an Berufspendlern, den Urlauberansturm im August, die Großbaustellen und den Tanktransit. (TT, bcp)