Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 06.09.2019


Innsbruck

Gramart: Stadt präsentiert Parklösung für Pendler

Vergleichbar mit der Anwohnerparkkarte können die Bürger jetzt auf der Hungerburg parken. Eine Park&Ride-Anlage hoch über der Stadt.

Für Anwohner von Gramart gibt es jetzt günstigere Parkmöglichkeiten auf der Hungerburg.

© Thomas Boehm / TTFür Anwohner von Gramart gibt es jetzt günstigere Parkmöglichkeiten auf der Hungerburg.



Innsbruck – Die Parkraumbewirtschaftung auf der Hungerburg, sie hatte auch ihre Auswirkungen auf die Anwohner von Gramart. Früher fuhren die Menschen nämlich mit dem Auto zur Hungerburg, parkten dort gratis und stiegen dann auf die IVB um. Seit Mai muss man für die Parkplätze dort zahlen, was diesen Plan für Pendler mit sieben Euro pro Tag weitgehend uninteressant gemacht hat. Da es aber (vorerst) auch kein Öffi-Angebot nach Gramart gibt, protestierten die Betroffenen mehrfach bei der Stadt. Und die präsentiert jetzt eine Lösung für das Problem.

In den kommenden Tagen flattert den Anwohnern nämlich ein Schreiben der IVB ins Haus. Darin werden die Anwohner darauf hingewiesen, dass sie „auf die Dauer der Gültigkeit ihres IVB-Jahrestickets entgeltlich eine Parkgenehmigung für den großen Parkplatz bei der Haltestelle Hungerburg [...] erwerben“ können.

Das Angebot, das von IVB und Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl ausgearbeitet wurde, schaut so aus: Zum selben Preis wie die Anwohnerparkkarte (6,40 Euro pro Monat) bekommt jeder, der einen Hauptwohnsitz in Gramart hat und ein IVB- oder VVT-Jahresticket besitzt, eine Berechtigung zum Parken auf dem ganzen Parkplatz. De facto eine Regelung wie mit Anwohnerparkkarten im übrigen Stadtgebiet.

Betroffen dürften davon rund 30 Personen sein. Das Angebot gilt so lange, wie das Öffi-Ticket jeweils gilt bzw. bis es eine Öffi-Anbindung in Gramart gibt. Doch die wird noch dauern.

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Dafür müsste man extra eine Umkehrschleife bauen oder mit einem Kleinbus fahren. „Wir haben den Bürgern hier eine Lösung versprochen, die wir jetzt präsentieren können“, heißt es aus dem Büro von Schwarzl.

Weitere derartige Park&Ride-Projekte sind vorerst nicht in Planung. Auch weil es kein so großes Siedlungsgebiet ohne Öffi-Anbindung gibt. Im Büro der Stadträtin plant man für den größten grauen Fleck, das Gebiet am Bergisel, eine neue Anbindung ab Jahreswechsel. Man zeigt sich aber gespannt, wie das Angebot von den Anwohnern der Gramart jetzt angenommen wird. (mw)