Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.09.2019


Bezirk Kitzbühel

Glasfaser und Co.: Digitalisierung im Bezirk Kitzbühel schreitet voran

Die Planungsverbände im Bezirk Kitzbühel arbeiten intensiv an einer Erschließung der Gemeinden durch Glasfaserleitungen.

Internet und Vernetzung sind ein wichtiges Zukunftsthema, auch in den ländlichen Regionen.

© Getty ImagesInternet und Vernetzung sind ein wichtiges Zukunftsthema, auch in den ländlichen Regionen.



Von Harald Angerer

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Reith b. K. – Es gibt eine wichtige Infrastruktur in den Gemeinden, ohne die diese nicht funktionieren würden, wie Straßen, Kanal, Wasser, Strom und Telefon. Doch das reicht nicht mehr. Die Digitalisierung bringt neue Herausforderungen für die Kommunen und vor allem den Bedarf an entsprechender Infrastruktur. Eine gute Internet­anbindung wird für die Orte deshalb immer wichtiger. Vor allem in den ländlichen Regionen ist das aber mit großen Herausforderungen verbunden.

Hier arbeiten die Gemeinden in den überregionalen Planungsverbänden zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Das Thema Breitband wurde kürzlich auch bei einem Infoabend in Reith beleuchtet. „Das Thema Breitbandausbau wird immer wichtiger. Die mediale Welt hat sich in den vergangenen Jahren extrem verändert“, schildert der Reither Bürgermeister und Gemeindeverbandsobmann Stefan Jöchl. In seiner Gemeinde habe man Glück, hier gibt es seit Langem einen Kabel-TV-Anbieter, der schon sehr früh eine gute Infrastruktur geschaffen hat. „Wir erstellen nun einen Plan über die Bereiche, die noch nicht erschlossen sind. Das übernimmt dann die Gemeinde“, sagt Jöchl weiter.

Ein wichtiger Schritt sei den Gemeindeverbänden bereits gelungen. Es konnte die so genannte „Backbone-Leitung“, eine große Zubringerleitung von Wörgl bis nach Hochfilzen, verlegt werden. Hier haben die Gemeindeverbände Wilder Kaiser, Leukental und Pillerseetal zusammengearbeitet. Betreiber sind die Verbände Wilder Kaiser und Pillerseetal.

Eine solche Leitung soll auch im Brixental und in Wildschönau entstehen. Hier arbeitet der Planungsverband Brixental-Wildschönau daran. „Wir sind derzeit in Verhandlungen mit einem bestehenden Betreiber, ob wir eine Leitung anmieten können“, sagt Josef Kahn, Bürgermeister von Itter und Obmann des Planungsverbandes. Es gab auch die Überlegung, selbst eine Leitung zu verlegen, „aber wenn es bestehende Leitungen gibt, wäre das ein Wahnsinn“. Er hofft, die Verhandlungen noch heuer abschließen zu können, um die Anschlüsse im Frühling bereits freischalten zu können. „Gemeinden, wie zum Beispiel Kirchberg, brauchen die Leitung dringend“, betont Kahn.