Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 18.09.2019


Wahl 2019

Kampf gegen Freizeitwohnsitze im Bezirk Kitzbühel

Christine und Niki Freysinger mit LA Markus Sint (r.).

© Liste FritzChristine und Niki Freysinger mit LA Markus Sint (r.).



Rund 100 Bürger, darunter viele aus Going und Ellmau, haben sich im Hotel Post in St. Johann zu einem Informationsabend über das Thema „Ausverkauf der Heimat! Freizeitwohnsitze: Genug ist genug!" getroffen. „Wir wollen diesen Wildwuchs bei den Freizeitwohnsitzen nicht mehr so hinnehmen, wir wollen uns wehren, für uns und unsere Kinder", war der Grundtenor vieler Bürger. Initiiert haben die Informationsveranstaltung Christine und Niki Freysinger aus Going — organisiert hat sie das Team der Liste Fritz rund um Landtagsabgeordneten Markus Sint.

„Nirgends in Österreich ist Wohnen so teuer wie in Tirol. Von 1000 Euro Einkommen müssen die Tiroler 420 fürs Wohnen ausgeben, die Steirer dagegen nur 230 Euro. Legale Freizeitwohnsitze und vor allem illegale Freizeitwohnsitze verschärfen das Problem noch. Sie verteuern das ohnehin schon sündteure Wohnen in Tirol noch mehr. Viele Einheimische können da nicht mehr mithalten und müssen wegziehen. Diese Entwicklung wollen und müssen wir stoppen", stellt Sint fest.

Die Bürgermeister seien zuständig, sie hätten das Recht und die Pflicht für die Einhaltung des Gesetzes zu sorgen. „Melden Bürger Verdachtsfälle von mutmaßlichen illegalen Freizeitwohnsitzen an die Gemeinde und den Bürgermeister, dann muss der Bürgermeister diesen Verdachtsfällen nachgehen und sie mit der Bezirkshauptmannschaft regeln", stellt sich der Landtagsabgeordnete auf die Seite der engagierten Bürger.

Wie vielen Bürgern das Thema unter den Nägeln brennt, hat sich am Schluss der Veranstaltung gezeigt, als Christine und Niki Freysinger mehr als 200 Unterschriften aus Going an Landtagsabgeordneten Markus Sint überreichten.

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„Ein klarer Auftrag der Bürger an uns, weiter entschlossen gegen Freizeitwohnsitze zu kämpfen. Und ein klarer Auftrag an alle politischen Vertreter, gemeinsam eine Lösung zu finden", erklärt Sint. (TT)