Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.09.2019


Bezirk Imst

Haiming nach dem Wirbel um die Agrar Ochsengarten

Substanzverwalter Hubert Leitner berichtet über Angelegenheiten der Gemeindegutsagrargemeinschaft in Ochsengarten.

Die Haiminger Gemeinderäte bekamen durch Substanzverwalter Hubert Leitner einen umfassenden Bericht über die Agrargemeinschaft Ochsengarten geliefert.

© DornDie Haiminger Gemeinderäte bekamen durch Substanzverwalter Hubert Leitner einen umfassenden Bericht über die Agrargemeinschaft Ochsengarten geliefert.



Von Agnes Dorn

Haiming – In gleich drei Belangen steht derzeit die Gemeindegutsagrargemeinschaft Ochsengarten im Fokus der Öffentlichkeit. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats präsentierte daher deren Substanzverwalter Hubert Leitner einen Bericht über die jüngsten Entwicklungen bezüglich Hiebsatz, Kassabuch und Bodenaushubdeponie.

Mit der Forstinspektion sei man übereingekommen, heuer keine Bäume mehr zu schlagen, sondern sich mit den bereits vergebenen 115 Festmetern zufriedenzugeben. „Es liegt einiges an Schadholz herum“, erklärt Leitner: „Aber das zu verschenken ist heikel.“ Den Haimingern solle daher die Möglichkeit geboten werden, günstiges Holz zu erwerben.

Der Inhalt des Kassabuchs der Agrargemeinschaft, der jüngst von der Liste Fritz stark als „Verschiebung von Gemeindegeldern“ kritisiert wurde – die TT berichtete –, solle nun vom Überprüfungsausschuss der Gemeinde kontrolliert werden. So jedenfalls der Wunsch des Substanzverwalters. „Das muss die Agrargemeinschaft zulassen, dass der Ausschuss das überprüft“, bremst BM Josef Leitner.

Konkret geht es um zwei strittige Posten: zum einen um ein „Startkapital“ in der Höhe von 30.000 Euro. Dieses hat die Gemeinde Haiming den Agrariern „zweckgebunden für die Waldbewirtschaftung“ gewährt, so Substanzverwalter Leitner. Zum anderen soll ein Betrag von 26.000 Euro aus einem Grundverkauf ebenfalls in die Kasse der Agrarier geflossen sein.

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Dass man in dieser Sache von Eigennutzen rede, verstehe er gar nicht, unterstreicht der Substanzverwalter. Er habe für seine Funktion seit September 2017 keine Stunden mehr verrechnet, obwohl ihm dies zustünde. Dass das Bewirtschaftungsübereinkommen zwischen Gemeinde und Agrariern beendet wurde, findet er im Nachhinein schade. Er hoffe nun, dass die Angelegenheit wie angekündigt dem Staatsanwalt übermittelt werde.

Bezüglich der illegalen Bodenaushubdeponie wurde nun in Zusammenarbeit mit dem Bauausschuss anhand von Baubescheiden bis zum Jahr 2003 zurückverfolgt, welche Mengen an Bodenaushub angefallen sein dürften. Diese Zahlen wurden nun der Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet.