Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 25.09.2019


Exklusiv

Juristisches Pokerspiel um Deponie-Genehmigungen in Tirol

LR Johannes Tratter hält Vorschlag zur Sonderflächen-Regelung bei Deponien für gesetzeswidrig. Liste Fritz besteht auf „Trial and Error“-Strategie.

Die Deponie im Ahrental ist mit einem Gesamtausbauvolumen von ca. 3,6 Mio. Kubikmetern die größte ihrer Art in Tirol. 700.000 Kubikmeter sind dabei für Baurestmassen und verunreinigte Böden vorgesehen.

© Thomas Boehm / TTDie Deponie im Ahrental ist mit einem Gesamtausbauvolumen von ca. 3,6 Mio. Kubikmetern die größte ihrer Art in Tirol. 700.000 Kubikmeter sind dabei für Baurestmassen und verunreinigte Böden vorgesehen.



Von Jasmine Hrdina

Kufstein, Innsbruck – Jurist müsste man sein, um nachvollziehen zu können, worüber sich die Liste Fritz und der für Raumordnung zuständige LR Johannes Tratter nicht einig werden. Wie gestern berichtet, wird LA Markus Sint (Liste Fritz) im Oktober-Landtag mittels Antrag noch einmal an die schwarz-grüne Regierung appellieren, seinen Vorschlag zur Änderung des Tiroler Raumordnungsgesetzes (TROG) bezüglich der Genehmigung für Deponien umzusetzen. Geht es nach dem Landtagsabgeordneten, sollen Anlagen dieser Art künftig nur noch auf von der jeweiligen Gemeinde als Sonderfläche gewidmeten Arealen entstehen dürfen. Vom Bund gab es dazu in einem kurzen Statement grünes Licht – doch Raumordnungs-Landesrat Johannes Tratter beharrt darauf: „Eine solche Vorgehensweise ist für unsere Bürgerinnen und Bürger wirkungslos und keinesfalls zielführend.“

TT-Exklusiv-Artikel

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden