Letztes Update am Sa, 28.09.2019 06:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bezirk Imst

Stadt greift ein: Parken in Imst wird reguliert

In Imst werden die Karten auf den öffentlichen Parkplätzen neu gemischt. Autofahrer werden informiert und, nach einer Gewöhnungsphase, künftig zur Kasse gebeten.

Der Widum-Parkplatz hinter dem Imster Pfarrsaal soll in gut zwei Monaten gebührenpflichtig werden.

© ParthDer Widum-Parkplatz hinter dem Imster Pfarrsaal soll in gut zwei Monaten gebührenpflichtig werden.



Von Thomas Parth

Imst – Seit der letzten Gemeinderatssitzung ist es fix: Die Stadt Imst greift aktiv ins Parkgeschehen ein.

Vize-BM Stefan Krismer formuliert: „Der Verkehrsausschuss hat sich alle Stellplätze in der Innenstadt angeschaut und in zwei Kategorien eingeteilt.“

Insgesamt möchte die Stadtführung vier Hauptproblematiken in den Griff bekommen oder, anders gesagt, vier Bedürfnisse von Menschen befriedigen, die ihr Auto in der Innenstadt abstellen wollen:

1Langzeitparker: Die Langzeitparker können ihr Auto maximal 10 Stunden auf dem südlichen Sonneparkplatz, dem östlichen Jonak-Parkplatz sowie auf dem Widum- und dem Mark-Parkplatz stehen lassen. Weiters sind der Parkplatz in Auf Arzill (Gritsch-Parkplatz), das Eisplatzl und der Rotkreuz-Parkplatz für Pendler und Langzeitparker ausgewiesen. Dieses Angebot richtet sich an Pendler oder Arbeitnehmer, aber auch an Anwohner. Diese wollen in der Regel ihr Auto länger, wenn nicht sogar ganztags, abstellen. Für diese Personengruppen wurde bis zu zehn Stunden Langzeitparken ermöglicht.

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Neu in die Parkraumbewirtschaftung aufgenommen wurde etwa der Parkplatz vor dem Roten Kreuz. „Rotkreuz-Helfer, ältere Schüler, aber auch Pendler haben den Parkplatz bislang kostenlos genutzt“, weiß der Leiter der Imster Stadtpolizei, Kurt Kirchmair. „Künftig gilt hier das Tiroler Parkabgabengesetz“, klärt GR Christian Linser auf.

2Kurzparker: Als gebührenpflichtige Kurzparkzone laufen die Parkplätze vor dem Rathaus und in der Rathausstraße vis à vis vom AMS. Weiters ist der gesamte Stadtplatz, wie bisher, Kurzparkzone. Allerdings wird es hier künftig keine Anwohnerparkkarten mehr geben. Der Decorona-Parkplatz, der westliche Jonak-Parkplatz und der nördliche Sonneparkplatz zählen ebenfalls zur gebührenpflichtigen Kurzparkzone.

Innenstadtkaufleute oder Behörden haben das Interesse, für ihre Kunden ausreichend Parkraum zur Verfügung zu haben. Und die „Kundschaft“ möchte ausreichend Zeit haben, um z. B. einen Arztbesuch in Imst zu machen. „Im Nahbereich der Geschäfte und Behörden wollen wir ausreichend Parkplätze für kurze Erledigungen zu moderaten Preisen. Ich glaube, dass das auch gelungen ist“, schildert Vize-BM Krismer.

3Schüler: Vor den Schulen gab es teilweise gefährliche Situationen, da die Schüler sogar links aus dem „Elterntaxi“ ausgestiegen sind und dann mitten auf der Fahrbahn standen. Um dem entgegenzuwirken, wurde seit Ende Mai für die obere Meraner Straße ein Parkverbot erlassen. Vom Eingang zur Landwirtschaftlichen Lehranstalt bis zum Leyshaus

Baguette gilt das Parkverbot während der Schulzeit von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr. „Nach der Bushaltestelle in der oberen Meraner Straße können die Kinder sicher die Fahrzeuge verlassen. Selbst der Postparkplatz wäre vor Schulbeginn noch frei, da die Post erst um 8 Uhr öffnet“, erinnert Stadtpolizist Kirchmair daran, dass Sicherheit vor Bequemlichkeit gehe. Der Fußweg vom Postplatz Richtung Gymnasium wurde bereits entschärft, die TT berichtete.

4Anwohner und Mitarbeiter: Der Erwerb der Anwohnerparkkarten soll von 138 Euro auf 222 Euro für eine Jahreskarte angehoben werden.

Falls Mitarbeitern die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist, kann künftig eine Mitarbeiterparkkarte beantragt werden. Hier kostet das Monatsticket 50 Euro oder auf das Jahr umgerechnet 600 Euro. „Es muss jeder Einzelfall geprüft werden. Die Personenkreisverordnung dazu wird aber erst erstellt“, informiert Kirchmair.




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