Letztes Update am Mo, 30.09.2019 11:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wahl 2019

Tiroler SPÖ, Grüne und ÖVP hoffen noch auf Mandatsverschiebungen

Die Landes-ÖVP wird mit sechs Mandataren in Wien vertreten sein, möglicherweise sogar mit sieben. Die Tiroler FPÖ fällt auf zwei Mandate zurück, die SPÖ womöglich sogar auf eines. Die Grünen hoffen noch auf einen zweiten Sitz, die NEOS haben einen sicher.

Ist Selma Yildirim bald die einzige Mandatarin der SPÖ Tirol im Nationalrat? Noch zittert die Landespartei um den zweiten Sitz.

© Vanessa Rachlé / TTIst Selma Yildirim bald die einzige Mandatarin der SPÖ Tirol im Nationalrat? Noch zittert die Landespartei um den zweiten Sitz.



Innsbruck — Nach der Nationalratswahl vom Sonntag dürfen sich in Tirol ÖVP, Grüne und NEOS über einen Zugewinn bei den Mandaten freuen. Die Sozialdemokraten und die Freiheitlichen müssen hingegen laut dem vorläufigen Endergebnis ohne Briefwahl Mandatsverluste hinnehmen. Die ÖVP wird künftig mit sechs Mandataren in Wien vertreten sein, die Grünen mit einem oder zwei und die NEOS ebenfalls mit einem.

ÖVP: Siebtes Mandat unwahrscheinlich

Für die ÖVP fix sind — laut Informationen aus der Partei — Margarete Schramböck und Franz Hörl von der Landesliste, Hermann Gahr und Rebecca Kirchbaumer aus dem Regionalwahlkreis Innsbruck-Land/Schwaz und Elisabeth Pfurtscheller aus dem Regionalwahlkreis Oberland. Im Regionalwahlkreis Unterland dürfte laut Parteiinformationen der auf Platz vier gereihte Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger die vor ihm Gereihten überholen und ebenfalls in den Nationalrat einziehen.

Laut vorläufigem Endergebnis könnte die Tiroler Volkspartei sogar ein siebentes Mandat dazugewinnen. Dies hielt man in der Partei aber eher für unwahrscheinlich. Sollte dies gelingen, würde die Dritte der Landesliste, Alexandra Tanda, den Einzug schaffen. Doch auch wenn Schramböck wieder ein Ministeramt bekommt, würde Tanda vorrücken und ein Nationalratsmandat bekommen. Auch Behindertensprecherin Kira Grünberg, ebenfalls aus Tirol, jedoch auf der Bundesliste gereiht, dürfte wieder ins Parlament einziehen.

Weratschnig könnte Neßler nach Wien begleiten

Die Tiroler Grünen haben laut vorläufigem Endergebnis ohne Briefwahl ein Mandat fix. Die Innsbrucker Gemeinderätin Barbara Neßler ist damit im Nationalrat. Mit den Briefwahlstimmen könnte sich für die Tiroler Grünen jedoch noch ein zweites Mandat ausgehen, weshalb auch der Zweite der Landesliste Hermann Weratschnig ins Parlament einziehen könnte. Die Tiroler NEOS ergatterten mit ihrem Spitzenkandidat Johannes Margreiter ebenfalls ein Mandat.

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Bangen bei SPÖ um zweites Mandat

Die Tiroler SPÖ verliert laut dem vorläufigem Endergebnis ohne Briefwahl zwei Mandate und ist künftig nur noch mit Selma Yildirim im Nationalrat vertreten. Mit den Briefwahlstimmen könnte sich laut Parteiinformationen aber noch ein zweites Mandat ausgehen, weshalb auch noch Christian Kovacevic den Einzug schaffen könnte, sein Mandat sei aber noch „sehr wackelig", hieß es.

Auch die Tiroler FPÖ verliert voraussichtlich ein Mandat und wird künftig nur noch mit zwei Abgeordneten in Wien vertreten sein. Peter Wurm und Gerald Hauser, die beiden Erstgereihten auf der Landesliste, sind damit eine weitere Periode im Nationalrat. (TT.com, APA)