Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 04.10.2019


Bezirk Imst

Enquete zum Wasser im Ötztal

SP-Tirol-Chef Georg Dornauer will nach einem Lokalaugenschein das Ötztaler Wasser nun auf eine „landespolitische Ebene“ heben.

Georg Dornauer (SP) war in Gurgl, um sich ein Bild von der Problematik rund ums Ötztaler Wasser zu machen.

© ParthGeorg Dornauer (SP) war in Gurgl, um sich ein Bild von der Problematik rund ums Ötztaler Wasser zu machen.



Von Thomas Parth

Sölden – Der Landesparteichef der Tiroler SPÖ, Georg Dornauer, unternahm jüngst einen Lokalaugenschein im Ötztal. Der SP-Tirol-Chef habe sich die Sorgen und Ängste der Betroffenen angehört, falls eine Ableitung des Ötztaler Wassers, genauer gesagt der Venter Ache, ins Kaunertal für den Kraftwerksausbau durch die Tiwag zustande käme. „Und das waren jetzt nicht die ominösen Froschschützer, sondern betroffene Skilehrer, Bauern und Touristiker, die ihren Unmut gegenüber der schwarz-grünen Landesregierung geäußert haben“, unterstreicht Dornauer.

Der SP-Tirol-Chef habe das Ohr bei den Menschen gehabt: „Was ich dem Landeshauptmann schon empfehlen würde, ist, diese Doppelrolle, die er einnimmt, zu überdenken.“ Georg Dornaue­r mahnt: „Einerseits ist der Landeshauptmann Eigentümervertreter der Tiwag und andererseits der Chef der obersten Verwaltungsbehörde.“

Dornauer will einen „Energie-Landtag“ zustande bringen, wo auch das Ötztaler Wasser im Zentrum steht: „Ich habe den Ötztalern versprochen, dieses Thema auf landespolitische Ebene zu heben. Wir werden das im politisch heißen Herbst in den Landtag bringen, in welcher Form auch immer. Wir werden das medienpräsent in eine aktuelle Stunde heben oder einen energiepolitischen Schwerpunkt durch den SPÖ-Landtagsklub machen.“