Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 22.10.2019


Innsbruck-Land

Multifunktionaler Neubau: Baustart für Gemeindehaus in Flaurling

Um 2,4 Mio. Euro entsteht am alten Standort ein neues Mehrzweckgebäude mit Gemeindeamt, Sozialraum, Bankfiliale und sieben Mietwohnungen.

So wird das neue Mehrzweckgebäude aussehen. Die Arbeiten direkt an der Salzstraße machen eine Ampelregelung notwendig.

© Visualisierung: WESo wird das neue Mehrzweckgebäude aussehen. Die Arbeiten direkt an der Salzstraße machen eine Ampelregelung notwendig.



Flaurling – Das alte Gemeindehaus in Flaurling ist Geschichte, am selben Standort direkt an der Salzstraße realisieren die Wohnungseigentum (WE) und die Gemeinde einen multifunktionalen Neubau. Gestern erfolgte der feierliche Spatenstich für das Großprojekt. Im Erdgeschoß des neuen Gemeindehauses finden eine Raika-Filiale sowie ein Sozialraum (den auch der Sprengelarzt nützen kann) Platz. Im ersten Stock – per Lift erschlossen – zieht das Gemeindeamt ein. Zudem errichtet die WE insgesamt sieben Mietwohnungen (zwei im ersten Stock, fünf im zweiten Stock), die von der Gemeinde vergeben werden. Hinzu kommt eine ebenerdige Garage mit 25 Stellplätzen, Besucherparkplätze werden in der Nähe ausgewiesen.

„Das Bestandsgebäude war nicht barrierefrei, die Bausubstanz vor allem im Hinblick auf die Wärmedämmung schlecht“, erklärt BM Brigitte Praxmarer. Zugleich sei in Flaurling Wohnbedarf gegeben – und man wolle den Ortskern mit neuen Bewohnern beleben. „Mit seinem Doppelsatteldach passt das neue Haus auch gut ins Ortsbild“, freut sich Praxmarer.

Das Gemeindeamt hat ein Ausweichquartier in der Oberen Pfarrsiedlung bezogen, wo es, auch mit der Dorfchronistin, eng zusammenzurücken gilt. Die Bauarbeiten sind aber auch eine Herausforderung für die Anrainer und Verkehrsteilnehmer – denn an der Salzstraße (Ortsdurchfahrt) ist eine Ampelregelung nötig.

Die Gesamtbaukosten liegen bei ca. 2,4 Mio. Euro, für die Wohnungen stellt das Land Tirol ein Förderungsdarlehen von ca. 670.000 Euro bereit. Die Kosten für Gemeindeamt und Sozialraum (ca. 1,1 Mio. Euro) übernimmt die Gemeinde selbst, „wir müssen das über vier Jahre finanzieren“, führt Praxmarer aus. Die Bankfiliale wiederum übernimmt die Raiffeisenbank Telfs-Mieming ins Eigentum.

Ziel ist es, das neue Gemeindehaus bis Weihnachten 2020, spätestens aber im Frühjahr 2021 zu übergeben. (md)




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