Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 22.10.2019


Innsbruck

Weiter hitzige Diskussion um Innsbrucker Flughafen

Im Herzen der Stadt, aber nicht im Herzen aller: Der Flughafen Innsbruck soll in seinen Zukunftsoptionen durchleuchtet werden. So will es ein Antrag der grünen Bürgermeisterfraktion. Die Schließung soll eine sein.

© Manuel FasserIm Herzen der Stadt, aber nicht im Herzen aller: Der Flughafen Innsbruck soll in seinen Zukunftsoptionen durchleuchtet werden. So will es ein Antrag der grünen Bürgermeisterfraktion. Die Schließung soll eine sein.



Die „helle Aufregung" rund um den Innsbrucker Flughafen versteht BM Georg Willi dieser Tage nicht. Die Grünen wollten lediglich abklären, wie die künftige Ausrichtung erfolgen soll, sagte der Stadtchef gestern. Klar sei aber auch: „Der Flugverkehr kommt unter Druck. Die gesteigerten Passagierzahlen werden der Vergangenheit angehören", erklärte Willi. Parteifreund Dejan Lukovic, der die Anfragen rund um den Flughafen eingebracht hat, freute sich gestern in einer der vielen Aussendungen über die Diskussion, er sagte: „Ob wir zustimmen, dass mehr als 90 Millionen Euro in den Neubau einer Fluginfrastruktureinrichtung gehen sollen, ist mehr als fraglich."

GR Reinhold Falch war von 1985 bis 2014 Flughafen-Direktor. Jetzt sitzt er für den Seniorenbund im Gemeinderat. Seine Meinung ist dementsprechend klar: „Der Neubau des Flughafenterminals ist unbedingt notwendig. Das zur ersten Winterolympiade im Jahre 1964 errichtete Gebäude entspricht nicht mehr den modernen Qualitätsansprüchen und den technischen Standards. Das Bestandsgebäude ist zum Beispiel schlecht isoliert und ein Neubau würde erhebliche Heiz- und Energiekosten einsparen und somit natürlich auch dem Klimaschutz dienen." Die notwendige Modernisierung sei kein Luxus. Der Flughafen sei ein „kleiner, feiner Regionalflughafen", der aber internationale Qualitätsstandards haben solle. FP-Stadtrat Rudi Federspiel spricht bei der Diskussion über eine „Wahnsinns-Aktion" der Grünen. Für die SPÖ erklärte KO Helmut Buchacher: „Die Klimakrise fordert umfassendes Handeln. Doch dem Innsbrucker Flughafen die Luft abzudrehen, löst keine Probleme, sondern schafft neue." Im Koalitionsabkommen hat Innsbrucks Stadtregierung übrigens noch einen Autobahnanschluss für den Flughafen eingefordert. (TT, mw)

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