Letztes Update am Mo, 20.10.2014 13:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Umfrage

Stress und Schönheitsideale belasten Tirols Frauen

300 Frauen füllten in den vergangenen Wochen einen Fragebogen der SPÖ-Frauen aus, in dem es um das Thema Gesundheit ging. Die betriebliche Gesundheitsvorsorge sowie die Vorsorge im höheren Alter soll laut SPÖ verbessert bzw. forciert werden.

Ein Hauptpunkt der Entwürfe ist die Aufhebung der Verpflichtung für die A1 Telekom Austria zu Verbindungsnetzbetrieb bei Festnetztelefon. (Symbolbild)

© Erwin Wodicka - wodicka@aon.atEin Hauptpunkt der Entwürfe ist die Aufhebung der Verpflichtung für die A1 Telekom Austria zu Verbindungsnetzbetrieb bei Festnetztelefon. (Symbolbild)



Innsbruck – Stress, Schönheitsideale und sportliche Betätigung sind für Tiroler Frauen wichtige Themen, wenn es um das Thema Gesundheit geht – zumindest, wenn man die Ergebnisse einer aktuelle Umfrage der SPÖ näher betrachtet. Bei einer Pressekonferenz am Montag präsentierten Frauensprecherin Gabi Schiessling, Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm und Landesfrauenvorsitzende Selma Yildrim die Auswertung von 300 Fragebögen, die in den vergangenen Wochen an Frauen im Bezirk gerichtet wurden.

„Die Auswertung zeigt klar, dass Frauen sehr gesundheitsbewusst sind“, erklärte Yildrim. 85 Prozent gaben an, dass sie „eher“ bzw. „sehr“ auf ihre Gesundheit achten würde. Ein großes Problem stelle für die Befragten Stress dar. „Da die jüngste und mittlere Altersgruppe ganz besonders unter Stress leidet, ist es auch wichtig, dass die betriebliche Gesundheitsvorsorge forciert wird“, bilanzirte Schiessling am Montag. Für Wurm ist in diesem Zusammenhang eine gerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit wichtig – ein Schritt wäre der Anspruch auf einen Papamonat in der Privatwirtschaft.

71 Prozent gaben bei der Umfrage an, dass ihr Gewicht Auswirkungen darauf hat, ob sie sich wohlfühlen oder nicht. 72 Prozent glauben, dass es schöne Menschen im Leben leichter haben. „Schönheitsideale sind belastend“, erklären die SPÖ-Frauen. Vom Brustkrebsvorsorgeprogramm haben laut Umfrageergebnissen achtzig Prozent der Frauen schon gehört. Mit zunehmenden Alter nehme die sportliche Betätigung von Frauen ab, deshalb wolle Schiessling ein Pilotprojekt starten, das an ein Bezirkskrankenhaus angeschlossen werden soll. „Die Gesundheitsversorgung von Frauen im Alter ist ganz klar ein Thema, dem wir uns verstärkt widmen müssen“, betont Schiessling im Hinblick auf die Umfrageergebnisse.

Die Befragung soll als Grundlage für den Nationalen Aktionsplan „Frauengesundheit“ herangezogen werden, der im November von Frauenministerin Gabriele Heinsich-Hosek und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser vorgestellt wird. Österreichweit wurden 2060 Fragebögen ausgefüllt. Die drei großen Themenblöcke im Aktionsplan sollen „junge Frauen, „Frauen im Arbeitsprozess“ sowie „Frauen im Alter“ sein. (tt.com)

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