Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 18.03.2015


Exklusiv

Brennerbasistunnel: Zehn Milliarden in zehn Jahren

Mit dem offiziellen Anschlag des Hauptstollens im Ahrental beginnt der Vortrieb des Brennerbasistunnels. Finanzielle, verkehrspolitische und technische Herausforderungen bleiben aber.

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© APA



Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Kritiker bezeichnen den 55 Kilometer langen Brennerbasistunnel als Milliardengrab. Für die Befürworter weitet er ein Nadelöhr auf der Hochleistungsstrecke zwischen Berlin und Palermo auf und sichert notwendige Transportkapazitäten für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. 37 Jahre nach den ersten Planungen für den Brennertunnel wurde im April 2008 mit den ersten Erkundungsbohrungen begonnen, am Donnerstag erfolgt der offizielle Tunnelanstich für den Hauptstollen im Innsbrucker Ahrental. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc ist die Tunnelpatin, gilt der Brennertunnel doch nicht nur als vorrangiges Infrastrukturvorhaben der Transeuropäischen Netze (TEN), sondern auch als europäisches Vorzeigeprojekt. Seit 2006 ist Konrad Bergmeister als Vorstand der Brennerbasistunnel-Gesellschaft (BBT SE) treibende Kraft des größten Eisenbahntunnels der Welt. Obwohl derzeit alles „zeitlich und finanziell“ auf Schiene ist, sieht er noch große Herausforderungen. „Verkehrspolitisch bei der angestrebten Verlagerung und infrastrukturell bei den Zulaufstrecken in Deutschland und in Italien.“

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