Letztes Update am Di, 20.11.2018 14:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltpolitik

Jetzt auch Polen und Israel: Immer mehr Länder lehnen Migrationspakt ab

Mit den beiden jüngsten Ablehnungen sind es bereits acht Länder, die sich nicht dem UNO-Migrationspakt anschließen – darunter auch Österreich.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.

© APIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu.



Warschau – Nach Österreich, den USA, Ungarn, Tschechien, Bulgarien und Estland haben am Dienstag auch Polen und Israel bekanntgegeben, dass sie dem UNO-Migrationspakt nicht beitreten wollen. „Wir glauben nicht, dass das (der Pakt, Anm.) eine gute Lösung ist. Es ist keine Methode, um die Migrationskrise zu reduzieren, ganz im Gegenteil“, erklärte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak. Der Pakt würde die „Krise und ihre Effekte nur intensivieren“.

Ebenso hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu das Außenministerium angewiesen, den Pakt nicht zu unterzeichnen. „Wir sind entschlossen, unsere Grenzen gegen illegale Einwanderer zu schützen. Das haben wir getan, und das werden wir auch weiterhin tun.“

Der Migrationspakt ist nach Ansicht der UNO ein Baustein zur Lösung des Megathemas Migration sein. Das rechtlich nicht bindende Dokument soll helfen, Flucht und Migration besser zu organisieren. Am 10. und 11. Dezember soll der Pakt, dem im Sommer noch 192 UNO-Länder – darunter außer den USA auch jene, die den Pakt nun ablehnen – zugestimmt hatten, offiziell angenommen werden. (TT.com, APA)