Letztes Update am Mi, 18.09.2019 11:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vor UNO-Klimagipfel

„Fist Bump“ mit Obama: Thunberg traf Ex-Präsident in Washington

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Ex-US-Präsident Barack Obama getroffen. Der Demokrat lobte die junge Schwedin über den grünen Klee.

Greta Thunberg traf sich mit Ex-Präsident Barack Obama. Der genaue Ort in Washington wurde nicht bekannt gegeben.

© THE OBAMA FOUNDATIONGreta Thunberg traf sich mit Ex-Präsident Barack Obama. Der genaue Ort in Washington wurde nicht bekannt gegeben.



Washington – Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat im früheren US-Präsidenten Barack Obama einen Fan gefunden: „Du und ich, wir sind ein Team“, sagte Obama bei einem Treffen mit der 16-Jährigen, wie aus einem von der Obama-Stiftung am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Video zu sehen ist.

Thunberg bedankte sich, dass Obama sich Zeit genommen habe. „Selbstverständlich“, antwortete Obama. „Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, Dich bei uns zu haben.“ Am Ende des Videos fragt Obama: „Kennst Du Fist Bumping?“ Dann schlagen beide ihre Fäuste gegeneinander.

In einer Mitteilung Obamas heißt es, aus Thunbergs wöchentlichen Schulstreiks für Klimaschutz sei „eine weltweite Bewegung von Millionen junger Menschen“ geworden. „Das ist die Macht junger Menschen – sie haben keine Angst zu glauben, dass Veränderung möglich ist.“ Thunberg verkörpere daher, warum er und Michelle Obama ihre Stiftung gegründet hätten. Die Stiftung teilte mit, das Treffen habe am Montag stattgefunden. Zum Ort machte sie keine Angaben. Thunberg hielt sich am Montag und Dienstag in Washington auf.

Obama für mehr Klimaschutz, Trump weicht Regeln auf

Während Obama sich für ein entschiedeneres Eintreten gegen den Klimawandel ausspricht, äußert sein Amtsnachfolger Donald Trump immer wieder Zweifel daran, dass dieser vom Menschen verursacht werde. Außerdem weicht die Trump-Regierung systematisch Klimaschutzmaßnahmen auf, besonders solche die unter Vorgänger Obama beschlossen wurden. Thunberg hatte vor ihrer Reise in die Vereinigten Staaten in einem Interview gesagt, sie würde ihre Zeit nicht mit einem Treffen mit US-Präsident Trump „verschwenden“ wollen. Von Trumps Seite stand eine solche Zusammenkunft allerdings auch nie zur Debatte.

Thunberg hat ihren Protest in alle Welt getragen und ist vor etwas mehr als zwei Wochen in den USA angekommen. Vergangenen Freitag forderte sie vor dem Weißen Haus in Washington mit mehreren Hundert Kindern und Jugendlichen mehr Klimaschutz. Am Montag wurden sie und die Protestbewegung Fridays For Future mit dem wichtigsten Preis von Amnesty International ausgezeichnet.

An diesem Mittwoch wird sie gemeinsam mit anderen Klima-Aktivisten bei einer Anhörung eines Unterausschusses des Repräsentantenhauses erwartet. Am kommenden Freitag will sie in New York am globalen Klimastreik der Bewegung Fridays For Future teilnehmen. (APA, dpa)