Letztes Update am Mi, 04.12.2019 11:57

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NATO-Gipfel

Video sorgt für Aufsehen: Staatschefs spotten über Trump

In einem vermeintlich unbeobachteten Moment sprachen Boris Johnson, Emmanuel Macron, Mark Rutte und Justin Trudeau über den US-Präsidenten – und machten sich offensichtlich über ihn lustig. Kameras zeichneten das Gespräch aus der Ferne auf, nun macht es im Internet die Runde.

Ein seltener Einblick in das, was Staats- und Regierungschefs besprechen, wenn die Kameras vermeintlich abgeschaltet sind.

© YouTube/ScreenshotEin seltener Einblick in das, was Staats- und Regierungschefs besprechen, wenn die Kameras vermeintlich abgeschaltet sind.



London – Mit seinen wortreichen und überlangen Auftritten vor der Presse beim NATO-Treffen in London hat US-Präsident Donald Trump den Spott anderer Staat- und Regierungschefs auf sich gezogen. Eine Kamera der britischen Gastgeber fing am Dienstagabend im Buckingham Palace die Szene ein, in der sich die führenden Vertreter Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas und der Niederlande über Trump lustig machen.

„Ist das der Grund, weshalb du zu spät gekommen bist?“, fragt der britische Premier Boris Johnson scherzhaft den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau wirft daraufhin ein: „Er war zu spät, weil er unerwartet eine 40-minütige Pressekonferenz vorneweg hatte.“

Macron hatte ein Vier-Augen-Gespräch mit Trump, dem ein längliches Frage- und Antwort-Spiel mit den Medien vorausgegangen war. Hintergrund war der offene Streit zwischen den beiden Präsidenten über die NATO, der Macron im Vorfeld den „Hirntod“ bescheinigt hatte, was Trump als „beleidigend“ bezeichnete.

In dem Video erzählt Macron offenbar eine Anekdote aus seinem Treffen in London mit Trump. Trudeau ruft daraufhin mit Blick auf den US-Präsidenten: „Man konnte sehen, wie die Kinnladen seines Teams nach unten klappten.“

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Die britische Prinzessin Anne und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hörten zu. Trump hatte sich bereits zum Auftakt des NATO-Treffens und noch vor seiner Zusammenkunft mit Macron ausführlich vor der Presse geäußert. Er wollte am Mittwoch eine weitere Pressekonferenz allein geben. (APA, AFP)