Letztes Update am Fr, 11.12.2015 19:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball

UEFA will fairen Prozess für Platini, Kongresse im Februar und Mai

Einen Tag vor der Generalversammlung der FIFA werden sich die UEFA-Funktionäre am 25. Februar in Zürich treffen.

Bleibt weiter gesperrt: Michel Platini.

© APA/AFP/FABRICE COFFRINIBleibt weiter gesperrt: Michel Platini.



Paris – Wenige Stunden nach dem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) gegen eine Aufhebung der vorläufigen Sperre von Michel Platini hat die UEFA ihre Forderung nach einem schnellen und fairen Prozess für ihren Präsidenten erneuert. Gleichzeitig legte das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) den Termin für einen außerordentlichen Kongress ihrer 54 Mitglieder fest.

Einen Tag vor der Generalversammlung der FIFA werden sich die UEFA-Funktionäre am 25. Februar in Zürich treffen. Der ordentliche Kongress in Budapest wurde vom 23. März auf den 3. Mai verschoben.

Als Grund für die Kongress-Ansetzungen wurden formale Kriterien genannt, nicht aber Vorbereitungen auf eine eventuell nötige Präsidentschaftswahl. „Wir sind bereit, eine schwierige Situation wie diese zu meistern. Die Arbeitsabläufe funktionieren. Wir sind eine starke, handlungsfähige Organisation“, sagte Generalsekretär Gianni Infantino am Freitag in Paris. Er selbst bewirbt sich für den FIFA-Präsidentenposten bei der Wahl am 26. Februar in Zürich.

Eine inhaltliche Unterstützung für Platini in der Korruptionsaffäre wurde vom Exekutivkomitee erneut vermieden. Die Solidaritätsadresse war eher formaler Natur. „Das Exekutivkomitee hat die Entscheidung des CAS zur Kenntnis genommen und betont erneut, dass Michel Platini ein Recht auf ein schnelles Verfahren zusteht und er die Möglichkeit haben muss, seinen Namen reinzuwaschen“, betonte Infantino. (APA/dpa)

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UEFA erhöht EM-Preisgeld

Der europäische Fußball-Verband UEFA erhöht die Preisgelder für die EM 2016 deutlich. Der neue Europameister kann im kommenden Sommer bei der Endrunde in Frankreich insgesamt bis zu 27 Millionen Euro verdienen. Allein für den Finalsieg am 10. Juli in St. Denis bei Paris gibt es acht Millionen Euro. Das gab die UEFA einen Tag vor der Gruppenauslosung am Samstag in Paris bekannt. Zum Vergleich: 2012 hatte die Maximalsumme für den Europameister noch 23,5 Millionen Euro betragen.

Jeder der 24 Teilnehmer erhält in Frankreich eine Antrittsprämie von acht Millionen Euro. Für einen Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million, für ein Remis 500.000 Euro. Den Achtelfinalisten überweist die UEFA je 1,5 Millionen Euro, den Viertelfinalisten je 2,5 Millionen. Die beiden Teams, die das Halbfinale erreichen, bekommen vier Millionen Euro. Der Endspiel-Verlierer kann sich noch mit zusätzlich fünf Millionen Euro trösten.

Insgesamt 301 Millionen Euro schüttet die UEFA an die 24 Teilnehmer der Endrunde 2016 in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) aus. Bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine waren es 196 Millionen, allerdings waren damals nur 16 Teams dabei.

(APA/dpa)