Letztes Update am So, 11.09.2016 19:32

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Hinteregger verschuldet Elfmeter, Hoffenheim holt 1:4 in Mainz auf

Mit einem Elfmeterfoul an Zlatko Junuzovic leitete Martin Hinteregger die Bremer Führung ein. Augsburg drehte das Spiel nach der Pause aber noch um. Ein Torfestival erlebten die Fans in der zweiten Sonntagspartie zwischen Mainz und Hoffenheim (4:4).

Martin Hinteregger durfte mit Siegtorschütze Konstantinos Stafylidis über den Treffer zum 2:1 jubeln.

© imagoMartin Hinteregger durfte mit Siegtorschütze Konstantinos Stafylidis über den Treffer zum 2:1 jubeln.



Bremen - Die Krise bei Werder Bremen hat sich weiter verschärft. Die Norddeutschen verloren am Sonntag in der deutschen Fußball-Bundesliga 1:2 gegen den 1. FC Augburg, bei dem ÖFB-Teamverteidiger Martin Hinteregger sein erstes Spiel machte und gleich einen Elfmeter verschuldete. Es waren für den Club aus Bayern die ersten drei Punkte in der neuen Saison. Werder liegt ohne Zähler am Tabellenende.

Der in den USA geborene Isländer Aron Johannsson brachte die Bremer per Foulelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung, nachdem Hinteregger seinen Landsmann Zlatko Junuzovic am Fuß getroffen hatte. Jeffrey Gouweleeuw (52. Minute) und Konstantinos Stafylidis (73.) drehten vor 39.430 Zuschauern allerdings die Partie. Für Augsburg waren es die ersten drei Punkte des neuen Spieljahres.

Hinteregger: „Noch Luft nach oben“

Für Hinteregger, der durchspielte, war es ein unglücklicher Nachmittag. Der von RB Salzburg gekommene Abwehrspieler musste froh sein, dass es kurz nach der Pause nicht noch einen weiteren Elfmeter gab, als er Lamine Sane im Stile eines Ringers umklammerte und zu Fall brachte.

Der Kärntner war mit seinem Spiel nachher auch nicht wirklich zufrieden. „Ich weiß, dass für mich persönlich noch Luft nach oben ist“, urteilte Hinteregger im „Sky-Interview. „Wenn man beide Situationen zusammen sieht, ist ein Elfer okay“, urteilte er zu den heiklen Szenen im Strafraum.

Bei Bremen spielte Junuzovic im Mittelfeld durch, Florian Grillitsch wurde in der 82. Minute durch den Ex-Rapidler Thanos Petsos ersetzt. Florian Kainz stand wie Georg Teigl aufseiten der Augsburger nicht im Kader. Es war für Werder die dritte Niederlage im dritten Pflichtspiel in dieser Saison. Bei den Grün-Weißen gab DFB-Olympia-Teilnehmer Serge Gnabry ein unauffälliges Debüt.

Rückendeckung für Bremer Coach Skripnik

Der Bremer Coach darf sich trotz der Niederlagenserie aber vorerst weiter der Rückendeckung der Vereinsführung sicher sein. „Wir stehen komplett hinter Viktor Skripnik“, erklärte Marco Bode, der Boss des Bremer Aufsichtsrates zur Halbzeit. „Ich finde es unangebracht, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison eine Trainerdiskussion anzufangen. Das wird mit uns nicht passieren.“

Die Spieler zeigten sich indes ratlos. „Irgendwie ist der Faden gerissen. Nach dem Rückstand fehlte die Power, das Spiel zu drehen. Das Selbstvertrauen ist momentan nicht da. Die letzten Wochen ist sehr viel auf die Mannschaft eingeprasselt“, sagte Junuzovic und ergänzte: „Wir müssen intern die Sachen analysieren und uns zusammenschweißen.“

Torfestival bei Mainz - Hoffenheim

Ihr Eintrittsgeld werden die Fans bei der Partie Mainz - Hoffenheim (4:4) nicht bereuen, bekamen sie in der äußerst unterhaltsamen Partie doch gleich acht Tore und einen Platzverweis zu sehen.

Mainz führte durch Treffer von De Blasis (3., 23.), Cordoba (27.) und Öztunali (43.) zur Halbzeit bereits 4:1. Die Gäste kamen aber nach dem Anschlusstreffer von Wagner (39.) und Toren von Uth (71., 72.) und Szalai (84.) noch zum Ausgleich. Hoffenheim profitierte auch vom Ausschluss des Mainzers Bussmann nach rund einer Stunde.

ÖFB-Legionär Karim Onisiwo wurde bei Mainz zehn Minuten vor Spielende eingewechselt. (APA)