Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 06.07.2017


Erste Liga

Wer in die Breite wächst, hat mehr Angriffsfläche

Die WSG Wattens testet heute (19 Uhr) in Mondsee gegen Salzburg. Zwei weitere Tests folgen, das Qualifying für die Startelf läuft.

Wird in Wattens auch von den Jungen (von links Rene Schneebauer und Sebastian Pittl) im Training gefordert – Simon Zangerl.

© Rudy De Moor/TTWird in Wattens auch von den Jungen (von links Rene Schneebauer und Sebastian Pittl) im Training gefordert – Simon Zangerl.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Mit drei Test­spielen in den kommenden vier Tagen nähert sich die WSG Wattens dem Finale der Sommervorbereitung. Heute darf man sich im Salzburger Mondseeland-Stadion gegen Österreichs Meister Red Bull Salzburg beweisen, ehe es morgen (19 Uhr) bei Landesligist Reutte etwas leichter wird und am Sonntag (17.30 Uhr) in Bruneck gegen Inter Mailand ein internationaler Härtetest wartet. Der Pflichtspielauftakt steht dann am 15. Juli in der ersten ÖFB-Cup­runde in Bad Gleichenberg auf dem Programm.

„Salzburg und Inter sind zwei Highlights, gegen Reutt­e dürfen auch unsere Jungen ran“, führt Wattens-Trainer Thommy Silberberger aus. Heißt, dass die „zwei Versuche“ Richtung Startelf folgerichtig gegen die beiden Topklubs erfolgen werden. Heißt, dass in diesem Sommer nach einer weiteren Kaderverbreiterung bei Weitem nicht so viel von der Startelf steht wie im vergangenen Sommer.

Die vermeintlich Gesetzten – Goalie Ferdinand Oswald, Linksverteidiger Florian Buchacher sowie die Mittelfeldstrategen Florian Mader und Benni Pranter – lassen sich an einer Hand abzählen. Auch Dino Kovacec hat als Gebauer-Erbe ganz gute Karten. Dahinter geht’s teils um Kleinigkeiten und um die „Wäsch“. „Ich habe einig­e Gedankenspiele im Kopf. Die Tests werden Aufschlüsse liefern“, sinniert Silberberger, der in der starken Aufstiegs-Saison am liebsten zum 4-3-3-System griff: „Das werden wir beihalten. Wir werden auch ein 4-4-2 im Talon haben und müssen in Abstimmung auf die jeweiligen Gegner sowieso variabel sein.“

Mit dem Italiener Stefano Pellizzari (20) hat man einen Innenverteidiger mehr, mit Heimkehrer Simon Zangerl eine dritte Speerspitze. „Es wird interessant, wenn alle fit bleiben“, macht – zumindest dem Trainer – der Konkurrenzkampf Spaß.

Das komprimierte Programm in dieser Woche habe sich nach Anfragen so ergeben, die grünweiße Botschaft, so Sportmanager Stefan Köck, trage man auch gerne zu einem Landesliga-Verein wie dem SV Reutte hinaus. Zu Salzburg und Inter (Kontakte von Präsidentin Diana Langes-Swarovski) sagt wohl ohnehin keiner „Nein“. Und als graue Maus geht der Tabellenfünfte der Sky Go Erste Liga selbst nicht mehr durch. Das Angebot hat sich erhöht.