Letztes Update am Fr, 03.11.2017 12:45

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erste Liga

Wattens fordert Ried: Grünweißer Wille ist ungebrochen

Mit verstärkter Defensive will die WSG Wattens heute (20.30 Uhr/live im TT.com-Ticker) im Heimspiel gegen Ried punkten.

© gepaSteht heute gegen wieder am Prüfstand – Wattens-Goalie Ferdinand Oswald.



Wattens – „Die wollten nicht einmal gewinnen, aber so läuft das halt im Fußball“, schüttelte Wattens-Routinier Benni Pranter noch gestern den Kopf, wie die unglückliche 0:1-Niederlage gegen Wiener Neustadt am Dienstag im Gernot-Langes-Stadion zustande gekommen war. Der Nachsatz vor dem heutigen Heimspiel gegen Ried kam sofort: „Kopf hoch! Wir müssen alles hineinhauen, was wir haben, damit wir den Turn­around schaffen.“

Dreimal – Wacker (0:1), Austria Lustenau (0:2) und Wiener Neustadt (0:1) – verlor die WSG zuletzt ohne einen eigenen Treffer. Eine Tatsache, die Coach Thommy Silberberger freilich nicht schmeckt. Und dass man heute gegen Ried und die beste Offensive der Liga etwas mehr Beton anrühren wird, liegt auf der Hand: „Ried spielt ähnlich wie Liefering. Da ist es klar, dass wir tiefer stehen müssen“, will Silberberger mit aggressivem Spiel gegen den Ball und schnellem Umschaltverhalten punkten. An zwei, drei Stellschrauben wird in der Startaufstellung gedreht, mehr werde nicht verraten. Es könnte den ein oder anderen Edeljoker geben.

Von Panikmache ist auch der Wattener Sportmanager Stefan Köck weit entfernt. Zumal die Grünweißen in Lustenau wie auch gegen Wiener Neustadt über weite Strecken spielbestimmend waren. Dass die Punkte fehlen, liest sich aus der Tabelle. „Wir wollen auf Platz acht überwintern“, fasst Köck vor den verbleibenden vier Runden und der Länderspielpause ein Ziel ins Auge. Gestern wurde bei einem gemeinsamen Mittagessen wieder viel analysiert und zur Sprache gebracht. „Wir haben es mit Profis zu tun, die Kritik aushalten müssen. Folglich sprechen wir schon Klartext“, hält er fest, um etwas anderes doppelt zu unterstreichen: „Wir wollen aber auch weiter menschlich agieren. Es fehlt ja nicht am Willen“ – was die WSG-Chance heute gegen Ried am Leben hält. (lex)