Letztes Update am Di, 28.11.2017 20:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball

FIFA wird laut Infantino bei WM keinen Rassismus tolerieren

Schiedsrichter können ein Spiel unterbrechen und sogar abbrechen, falls es diskriminierende oder rassistische Vorfälle gibt.

© REUTERSFIFA-Präsident Gianni Infantino.



Zürich – Die FIFA will bei der Weltmeisterschaft nächstes Jahr in Russland keinen Rassismus tolerieren. Das betonte Gianni Infantino, der Präsident des Fußball-Weltverbands, in einem Video-Statement am Dienstag. „Wir werden dabei sehr, sehr hart sein, so dass wir in Russland Fairplay erwarten können“, sagte Infantino.

Der FIFA-Chef betonte, dass die Schiedsrichter mehr Möglichkeiten haben werden als bisher. „Wir werden sicherstellen, dass es keine Vorfälle geben wird. Wir haben erstmals bei einer WM das sogenannte Drei-Schritt-Prozedere, bei dem ein Schiedsrichter ein Spiel unterbrechen und sogar abbrechen kann, falls es diskriminierende oder rassistische Vorfälle gibt“, sagte Infantino.

Regelmäßige Vorfälle in der Vergangenheit

Mehrere Spieler, darunter der Brasilianer Hulk, ehemaliger Legionär bei Zenit St. Petersburg, haben erzählt, dass es in der russischen Meisterschaft regelmäßig solche Vorfälle gibt, und ihre Bedenken geäußert, dass dies auch bei der Weltmeisterschaft von 14. Juni bis 15. Juli 2018 geben könnte.

Infantino sagte zudem, dass Technologie bei der Endrunde eine große Rolle spielen werde, eine Entscheidung über den Einsatz von Video-Schiedsrichtern werde aber erst im kommenden März fallen. Der Schweizer ließ aber klare Präferenzen für den Einsatz der Video-Technologie erkennen. „Die Erfahrungen bisher sind extrem positiv, um dem Schiedsrichter zu helfen, keine großen Fehler zu machen“, erklärte Infantino. (APA/Reuters)