Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 03.01.2018


Erste Liga

Wacker-Kapitän Jamnig: „Wechsel im Winter ist kein Thema“

Für Torjäger Flo Jamnig zählt im Frühjahr 2018 nur eines – mit dem FC Wacker den Aufstieg zu schaffen.

© gepaFlorian Jamnig will weiterhin im Wacker-Dress über Tore jubeln.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – 20 Ligaspiele, alle 1800 Minuten auf dem Feld, sieben Tore, drei Assists, nur eine Gelbe Karte – Zahlen, die eindrucksvoll belegen, dass Flo Jamnig den besten Herbst seiner bisherigen Profikarriere spielte. Damit weckte der Wacker-Profi natürlich auch Begehrlichkeiten auf dem Transfermarkt. Schließlich ist der 27-jährige Flügelflitzer im besten Fußball-Alter. Und Sturm Graz klopfte vor zwei Jahren schon einmal an. „Es gibt Interesse von drei, vier Vereinen“, bestätigt Jamnig vor dem Trainingsstart in Innsbruck, stellt aber gleich klar: „Im Winter kommt ein Wechsel nicht in Frage.“

Warum? „Weil ich mich im Moment rundum wohl fühle, weil wir einen tollen Herbst absolvierten und uns als Mannschaft weiterentwickelten und ich mit dem FC Wacker unbedingt aufsteigen will“, zählt Jamnig Faktoren auf, die ihn erst gar nicht an „Veränderung“ denken lassen. Der Fokus ist voll und ausschließlich auf die Wintervorbereitung mit den Schwarzgrünen gerichtet.

„Die Zeit müssen wir nützen. Im Trainingslager auf Teneriffa müssen wir noch enger zusammenrücken, denn wenn es mit dem Aufstieg klappen soll, müssen wir zum Frühjahrsstart am 23. Februar in Hartberg hellwach sein. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, dass wir unser Saisonziel erreichen.“

Und dann? „Wird man sehen, was die Zukunft bringt“, bereitet dem Tiroler, der als Quereinsteiger über die Wacker Amateure, die Union und die WSG Wattens zurück zum FC Wacker kam, die Karriereplanung zurzeit kein Kopfzerbrechen: „Weil ich schon weitaus schlechtere Zeiten erlebte und weiß, wie schnell es im Fußball in alle Richtungen gehen kann.“ Winterurlaub ging sich für Jamnig heuer übrigens keiner aus. Denn in Mieming wird gerade mit Freundin Jasmin das neue Haus samt Kinderzimmer geplant und eingerichtet. Ob das neue Heim dann irgendwann eine Zeit leersteht, weil der Hausherr auswärts kickt, steht in den Sternen. „Alles ist möglich“, sieht sich Jamnig in einer „tollen Lage“, die auch ein langfristiges Wacker-Engagement nicht ausschließt.