Letztes Update am So, 11.02.2018 13:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


WM 2018

WM-Pokal machte erstmals in Österreich Station

Die über sechs Kilo schwere Trophäe aus 18-karätigem Gold landete am Sonntag auf ihrer Reise um die Welt in Wien.

© APANur anschauen, nicht anfassen: "Schneckerl" Prohaska und Frankreichs Weltmeister-Kicker Christian Karembeu.



Wien – Rund vier Monate vor dem Beginn der Endrunde in Russland hat der WM-Pokal der FIFA erstmals für einen Tag in Österreich Station gemacht. Eine Delegation, angeführt vom französischen Ex-Weltmeister Christian Karembeu und Österreichs Jahrhundert-Fußballer Herbert Prohaska, landete am Sonntagvormittag von Malta kommend in Schwechat, anschließend ging es ins Wiener Rathaus.

Die Trophäe ist rund 37 Zentimeter groß, wiegt über sechs Kilo, besteht zum Großteil aus 18-karätigem Gold und reist in einem sogenannten „Coca Cola FIFA World Cup Trophy Tour“-Flugzeug um die Welt. Ein Sicherheitsteam kümmert sich um den Pokal, der auf seinem Trip nicht nur eine eigene Bewachung, sondern auch ein eigenes Hotelzimmer erhält. Offiziell darf er nur von Spielern siegreicher WM-Mannschaften und Staatsoberhäuptern berührt werden.

Franco Foda zählt nicht dazu - die nächste Möglichkeit für den ÖFB-Teamchef bietet sich theoretisch bei der WM 2022 in Katar. „Jeder Erfolg beginnt mit einem Traum, also träumen wir davon“, sagte Foda, der den in einer Glasvitrine verwahrten Pokal am Flughafen bestaunte.

Prohaska war als Spieler zweimal und als Trainer einmal bei einer WM dabei, der Titelgewinn und damit eine Berührung des Pokals blieb ihm dabei verwehrt. Das könnte sich aber noch ändern. „Vielleicht werden wir 2022 Weltmeister und Foda setzt mich für zwei Minuten ein. Oder ich trete bei der nächsten Bundespräsidentenwahl gegen Alexander van der Bellen an“, schmunzelte der 62-Jährige.

Prohaska und allen anderen Nicht-Staatschefs und -Weltmeistern ist es immerhin erlaubt, Fotos mit dem Pokal zu schießen. Die Möglichkeit dazu bestand am Sonntagnachmittag im Wiener Rathaus, wo sich auch Prominenz aus Politik und Sport, darunter David Alaba, einfand. (APA)