Letztes Update am Mo, 12.03.2018 20:55

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erste Liga

Wattens kehrt gegen Kapfenberg auf die Siegerstraße zurück

Nach zuletzt vier Heimniederlagen am Stück feierte Wattens am Montag einen 3:2-Sieg gegen Kapfenberg. Buchacher, Katnik und Pranter trafen für die WSG.

© gepaEndlich wieder Jubelstimmung im Gernot-Langes-Stadion: Die WSG Wattens gewann erstmals seit Ende September wieder ein Heimspiel.



Von Tobias Waidhofer

Wattens — Gut Ding braucht Weile. So auch beim Sky-Go-Erste-Liga-Nachholspiel zwischen der WSG Wattens und Kapfenberg: Denn 18 Minuten passierte vor 915 Zuschauern im Gernot Langes Stadion rein gar nichts.

Erst Benni Pranter löste mit einer tollen Flanke in Minute 19 die allgemeine Apathie. In der Mitte wuchtete Flo Buchacher die Hereingabe per Kopf zum 1:0 ins Netz. Das Duo war im Vergleich zum Derby ebenso in die Startelf gerutscht wie Roger Tamba und Simon Zangerl. Der Führungstreffer sollte dann der Startschuss für eine fulminante Halbzeit sein: Denn Kapfenberg fand durch Manuel Haas eine schnelle Antwort. Dem Außenverteidiger gelang ein Dropkick-Traumtor zum 1:1-Ausgleich (21.). Und Tor­abschlüsse müssen auf dem Trainingsplan des Tiroler Kapfenberg-Coaches Stefan Rapp zuletzt ganz oben gestanden sein: Denn in der 25. Minute zog Thomas Sabitzer — Cousin von ÖFB-Teamspieler Marcel — fulminant aus der Distanz ab, um lediglich an der Latte zu scheitern. Auf der anderen Seite legte dann Gonzalez Simon Zangerl — den fälligen Elfmeter verwandelte Lukas Katnik zum 2:1 (28.). In dieser Tonart ging es weiter: Zuerst verzog Kapfenbergs Philipp Plank knapp (30.), dann versenkte David Sencar in der 42. Minute einen Freistoß aus spitzem Winkel zum 2:2. Den Pausentee hatten sich alle Beteiligten redlich verdient.

Die erste gute Wattener Möglichkeit in Durchgang zwei vergab Katnik (46.). Dann schlief die Partie etwas ein. Für „Action" sorgte dann Schiri Stefan Ebner mit harter Gelb-Roter Karte gegen Kapfenbergs Haas in Minute 58. Beim fälligen Freistoß scheiterte der starke Joker David Schnegg an Kapfenberg-Goalie Gartler. Doch nicht viel später gab's den zweiten Elfmeter für Wattens — Schiri Ebner hatte bei einer Hereingabe von Kovacec ein (fragliches) Handspiel von Kapfenbergs Rosenberger ausgemacht. Benni Pranter ließ sich nicht zweimal bitten — 3:2 (64. Minute).

Ab der 74. Minute hätte das große Zittern beginnen können, weil Schiri Ebner offensichtlich Spaß an Farbenspielen gefunden hatte und auch Toure mit Gelb-Rot in die Kabine schickte. Doch die WSG blieb souverän und brachte den ersten Heimsieg seit Ende September über die Zeit.