Letztes Update am Do, 02.08.2018 15:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Die Hitze ist bei Wacker auch beim Kampf ums Leiberl spürbar

Vor dem Sturm-Heimspiel (Samstag, 17.00 Uhr/live TT.com-Ticker) geht es beim FC Wacker Innsbruck um die „Wäsch“.

© gepaWacker-Kapitän Christoph Freitag will am Samstag wieder in der Startelf stehen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Hitze ist spürbar, allgegenwärtig und entlädt sich auch am Grün – bei der Vormittagseinheit des FC Wacker, die von Coach Karl Daxbacher aufgrund der hohen Temperaturen auf 9 Uhr vorverlegt wurde, flogen gestern die Funken. Bei der Abschlusspartie mussten Physiotherapeut Maximilian Schweiger und Masseur Patrick Bernhaupt nicht nur einmal ausrücken. Den Kampf um die „Wäsch“ nahm auch General Manager Alfred Hörtnagl an der Outlinie wohlwollend zur Kenntnis.

Von übertriebener Härte war aber keine Spur, die ein oder andere Verletzungs­pause brachte Kapitän Christoph Freitag augenzwinkernd auf den Punkt: „Heute sind wir teils auch gelegen, weil wir schon müde und den ein oder anderen Schritt zu spät waren.“ Am Samstag sollte man dann im Tivoli gegen Cup­sieger Sturm Graz rechtzeitig zur Stelle sein.

Beim Bundesliga-Heimcomeback nach über vier Jahren will klarerweise jeder von Beginn an spielen, es lassen sich aber nicht mehr viele Verknüpfungspunkte zu jener Elf (siehe Factbox) finden, die sich am 11. Mai 2014 aus der Bundesliga verabschiedet hat. Alex Gründler, der zum zweiten FCW-Team zurückgekehrt ist, schoss damals gegen Grödig in der Schlussminute den Ausgleich zum 3:3. Kollege Armin Hamzic, der ebenfalls in der Anfangsformation stand, ist derzeit nach einigen Verletzungspausen indes auf Klubsuche. Und während Alex Hauser seine Karriere beendet hat, verdient mit Marco Kofler ein anderer Tiroler seit Jahren in Deutschland sein Geld.

TV-Experte Alfred Tatar hat vor Kurzem gesagt, dass Fußballer als „Wanderarbeiter“ zu betrachten sind. Dazu braucht man auch nur einen Blick auf den damaligen und jetzigen Wacker-Kader richten. Kapitän Freitag, der im Sommer 2015 zum FC Wacker kam, ist neben Eigengewächs Lukas Hupfauf der längstdienende Feldspieler im schwarzgrünen Aufgebot. „Das Kommen und Gehen war bei meinen anderen Stationen nicht viel anders“, hält er fest. Beziehungen zum Gegner aus Graz pflegt der gebürtig­e Steirer nur wenig – auf den Jahren der Wanderschaft hat er gemeinsame Zeiten in der Jugend mit Sturms Teamgoalie Jörg Siebenhandl auch in der Akademie der Wiener Austria verbracht.

Jetzt ist Freitag, der zum Auftakt bei der 1:2-Niederlage gegen die Austria von der Bank kam, brennheiß, den FC Wacker als Kapitän gegen Sturm aufs Feld zu führen: „Dieser Heimauftakt ist schon was anderes als in der letzten Saison. Natürlich will ich am Feld stehen und der Mannschaft helfen. Ich bin aber auch Profi genug, jede Entscheidung zu akzeptieren“, diktierte der 28-jährige Mittel­feldmotor, ehe es heim ging – dort, wo Töchterchen Lanea seit gut 9 Monaten für Glücksmomente sorgt.

Das letzte Wacker-Bundesliga-Heimspiel am 11.5.2014

FC Wacker Innsbruck – SV Grödig 3:3 (0:1)

Tore:

Jevtic (63.), Vuleta (67.), Gründler (90.).

Wacker:

Szabolcs Safar (43/Wullersdorf/Gebietsliga); Christian Schilling (26/Ried), Stipe Vucur (26/Hajduk Split) Zeljko Djokic (36/FK Zemun/1. Liga SRB), Alexander Hauser (34/Karriereende); Marco Kofler (29/SV Elversberg/4. Liga GER), Miroslav Milosevic (32/Horn); Armin Hamzic (24/ohne Verein), Darko Jevtic (25/Lech Posen/1. Liga POL), Alexander Gründler (25/Wacker II); Stjepan Vuleta (24/FC Gossau/4. Liga SUI).

Trainer: Michael Streiter (52/FC Volders).