Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 26.08.2018


Bundesliga

FC Wacker als Partycrasher in Hütteldorf

Der FC Wacker gastiert heute mit dem festen Vorsatz im Allianz-Stadion, die brisante Lage bei Rapid zu verschärfen.

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© gepa



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Rapid gegen FC Wacker, das Duell dieser beiden Traditionsklubs hat schon bessere Tage erlebt. Als „Schlager“ des unteren Play-off der tipico Bundesliga erwartet heute ab 17 Uhr im Allianz-Stadion der Siebte den Tabellenneunten. Brisanz ist freilich genug in dieser Partie, denn in Hütteldorf hängt der Haussegen nach dem verpatzen Ligaauftakt gehörig schief. Was sich dramatisch zuspitzen könnte, wenn die Grün-Weißen aus Wien gegen die Schwarz-Grünen aus Tirol heute versagen.

Die Rapid-Ultras feiern ihr 30-Jahr-Jubiläum mit choreografischen Einlagen, was dem FC Wacker ziemlich egal ist. Als Partycrasher will man auftreten und etwas aus Wien mitnehmen. Über das Wie wäre sich Karl Daxbacher schon im Klaren: „Altach und der WAC haben gezeigt, dass man in Hütteldorf etwas holen kann, wenn man selbstbewusst auftritt, eine gute Leistung bietet, und genau das versuchen wir auch.“ Über Aufstellung und System wollte sich der FCW-Coach vor der gestrigen Abfahrt noch nicht konkret äußern. Fakt ist, dass er aus dem Vollen schöpfen kann. Alle Kaderspieler sind fit und brennen darauf, das mikrige Punktekonto aufzustocken.

„Lange die Null halten, vorne treffen und das Glück erzwingen“, lautet der Matchplan von Christopher Knett, der bislang als FCW-Goalie noch kein Ligaspiel ohne Gegentor überstand. Genau das soll heute der Schlüssel für ein Erfolgserlebnis sein.

Wenn Rapid-Coach Goran Djuricin meint, dass die Tiroler nichts zu verlieren hätten und ohne Druck im Allianz-Stadion auflaufen, dann täuscht er sich gewaltig. Denn mit drei Punkten aus vier Spielen ist der Aufsteiger ebenso ein „Druckpatient“ wie der Rekordmeister.

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Vorne hui, hinten pfui – so präsentierte sich Rapid bisher in der Liga. „Offensiv ist bei Rapid richtig viel Qualität da. Defensiv lassen sie aber schon Torchancen zu. Das müssen wir nutzen“, hofft Daxbacher, dass die Heimreise mit Punkten im Gepäck erfolgen kann.

- gepa