Letztes Update am So, 02.09.2018 14:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Wacker setzte sich von Hartberg ab, St. Pölten weiter ungebremst

Der bessere

Aufsteiger: Innsbruck setzte sich nach 2:1-Sieg von Hartberg ab. St. Pölten hält bei 14 Punkten.

© gepaBryan Henning (r.) verschaffte sich mit Wacker vor der Länderspielpause wieder Luft.



Innsbruck, Altach – Bisher im Gleichschritt unterwegs, hat sich Wacker Innsbruck in der 6. Runde der Fußball-Bundesliga mit einem 2:1-Heimerfolg im Aufsteigerduell um drei Punkte vom TSV Hartberg abgesetzt und sich vor der anstehenden Länderspielpause Luft verschafft. „Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass es um viel geht. Da waren manchmal Fehlpässe dabei, die uns Trainern nicht so gefallen“, gestand Wacker-Trainer Karl Daxbacher nach dem ersten Saison-Heimsieg im Sky-Interview.

„Die Unterschiede sind jedes Mal sehr klein. Wir müssen die Chancen noch besser nützen“, erklärte der Trainerroutinier mit Blick auf vergebene Kontermöglichkeiten, die sich am Ende beinahe gerächt hätten. Denn Hartberg vergab einen schmeichelhaften Handelfmeter kurz vor Ende der Partie. TSV-Stürmer Dario Tadic scheiterte mit seinem zentralen Schuss an Christopher Knett, der bei Zakaria Sanogos Führungstor noch eine äußerst unglückliche Figur gemacht hatte. „Am Anfang bist manchmal der Depp, am Ende kann es dann aber wieder anders ausschauen. So ist das im Fußball“, sagte Knett.

Schopp kritisierte Schwächen in der Abwehr

Hartberg-Trainer Markus Schopp ärgerte sich wieder über das fehlerhafte Abwehrverhalten nach Standards. Die entscheidenden Kopfballtreffer von Wacker-Verteidiger Dominik Baumgartner resultierten wie das Gegentor gegen den LASK eine Woche zuvor aus ruhenden Bällen. „Wir zahlen derzeit viel Lehrgeld durch vermeintliche Kleinigkeiten, die wir falsch machen“, sagte Schopp, der nach der Länderspielpause die Standardschwäche ausgemerzt haben will. Die Steirer haben aus den ersten sechs Runden nur drei Punkte geholt und liefen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Lauf von St. Pölten geht weiter

Die Serie des SKN St. Pölten hält an. Der 2:1-Erfolg am Samstag in Altach war am Ende auch ein glücklicher, fiel der Siegtreffer doch durch einen harten Elfmeter in der 93. Minute. „Es wird immer schwieriger“, sagte Erfolgscoach Dietmar Kühbauer nach der Partie, in der die Niederösterreicher zum elften Mal in Folge ungeschlagen geblieben waren.

„Traumstart wäre schon fast untertrieben. Mit der Leistung war ich ganz zufrieden, dass wir am Ende noch gewonnen haben, ist umso schöner“, meinte Kühbauer. Sein Team ist weiter erster Salzburg-Jäger und holte bisher bereits 14 Punkte - in der vergangenen Saison hatten die „Wölfe“ dafür 34 Runden benötigt. Der Punktestand sei „wunderbar“, so Kühbauer, aber: „Ich habe im Fußball schon so viel erlebt, dass ich jetzt nicht durchdrehe.“ Zu der entscheidenden Elferszene befand der Burgenländer: „Den Elfmeter kann man, muss man aber nicht geben.“

Altach fehlt Selbstvertrauen

Für die Altacher drehte sich die Negativspirale indes weiter. In der Liga noch ohne Sieg, war den Vorarlbergern das fehlende Selbstvertrauen deutlich anzumerken. „Es ist am Ende nicht zu glauben, aber wir haben uns mit der jeweils letzten Aktion in beiden Halbzeiten das Spiel kaputt gemacht“, sagte Coach Werner Grabherr. (APA)