Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 05.10.2018


Bundesliga

Ex-Wacker-Kicker Jamnig: „Meine Zeit beim LASK kommt noch“

Ex-Wacker-Profi Flo Jamnig kehrt am Sonntag mit dem Tabellen-Dritten LASK in das Tivolistadion zurück und hofft auf Einsatzminuten gegen seine ehemaligen Teamkollegen.

© gepa ertlDer ehemalige „Schwarzgrüne“ Flo Jamnig kehrt am Sonntag im schwarzweißen LASK-Dress ins Tivolistadion zurück.Foto: gepa



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Nach neun Runden hat Flo Jamnig 190 Liga-Einsatzminuten beim LASK zu Buche stehen und ist trotzdem rundum zufrieden. „Weil ich damit rechnen musste, mich ständig weiterentwickle und es beim LASK super läuft“, hat es der ehemalige Wacker-Profi noch keine Sekunde bereut, im Sommer seinen Arbeitsmittelpunkt von Innsbruck nach Linz verlegt zu haben: „Meine Zeit kommt noch, davon bin ich fest überzeugt.“

Am Sonntag kehrt der 27-Jährige dorthin zurück, wo er im Mai noch den größten Erfolg seiner Karriere feierte. Nämlich den Meistertitel mit dem FC Wacker in der Sky Go Erste Liga: „Ich freu’ mich voll auf das Spiel im Tivoli und hoffe, dass ich auf Einsatzminuten komme.“ Warum er noch kein Stammspieler ist, hat seine Gründe: „Erstens ist der LASK eine eingespielte Truppe, zweitens hat mir Trainer Oliver Glasner prophezeit, dass es einige Zeit brauchen wird, bis ich das System verinnerlicht habe. Drittens habe ich für drei Jahre unterschrieben, mache mir also keinen Stress und arbeite hart weiter.“

119 Zweitligaspiele absolvierte Jamnig von 2014 bis 2018 für den FC Wacker, am Sonntag kommt er als Gast, der seinen Ex-Klub natürlich immer noch interessiert im Auge hat: „Die Mannschaft ist definitiv besser als der Stand in der Tabelle. Wenn man sieht, wie der FC Wacker seine Spiele verloren hat, dann ist da sicher noch viel Luft nach oben.“

Klar, dass er seinen ehemaligen Kollegen die Trendwende wünscht, nur halt noch nicht gegen den LASK. „Wenn wir unser Potenzial auf den Tivoli-Rasen bringen, hat es der FC Wacker verdammt schwer zu punkten“, ist der Mieminger überzeugt, dass der Lauf der Athletiker auch gegen die Schwarzgrünen fortgesetzt werden kann.

Warum? „Weil sich jeder Gegner gegen uns schwer tut. Die Mannschaft hat das Anpressen automatisiert, ich merke das in jedem Training. Chancen sind absolute Mangelware“, sieht Jamnig die Linzer längst auf Höhe von Rapid, Austria oder Sturm: „Die haben vielleicht die besseren Kader, aber der LASK ist vom Gesamtauftritt extrem kompakt und diszipliniert.“ Klingt gar nicht gut für den FC Wacker.