Letztes Update am Sa, 27.10.2018 19:10

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

FC Wacker eroberte bei müdem Kick gegen Austria einen Punkt

Erstmals in dieser Saison punktete der FC Wacker in drei Spielen in Serie. Nach dem Sieg gegen den LASK und dem 1:1 bei Salzburg spielten die Innsbrucker am Samstag zuhause gegen die Austria 0:0.

Wacker-Kapitän Roman Kerschbaum im Zweikampf mit Austrias James Jeggo.

© gepaWacker-Kapitän Roman Kerschbaum im Zweikampf mit Austrias James Jeggo.



Innsbruck - Viel zu sehen bekamen die 5532 Zuschauer am Samstagabend im Innsbrucker Tivoli nicht. Sowohl der FC Wacker Innsbruck als auch die Austria aus Wien geizten nämlich mit fußballerischen Leckerbissen. So war es am Ende wenig verwunderlich, dass auf beiden Seiten die Null auf der Anzeigetafel stand.

Der FC Wacker konnte nach den Überraschungen gegen den LASK (1:0) und in Salzburg (1:1) mit dem Remis durchaus zufrieden sein. Der Aufsteiger aus Tirol bleibt nun einen Zähler hinter Rapid weiter Zehnter. Die Austria wartet nun schon drei Ligaspiele auf einen vollen Erfolg ist immerhin unverändert Vierter. Der WAC könnte die Favoritner am Sonntag mit einem Heimsieg gegen St. Pölten aber hinter sich lassen.

Hankic im Tor, Knett auf der Bank

Ideen in der Offensive und Tore wollte die sportliche Führung der Austria im Westen sehen. Die Violetten blieben beides schuldig. Dabei starteten sie im ersten Match ohne ihren voraussichtlich bis zur Winterpause verletzten Spielgestalter Alexander Grünwald konzentriert und mit Nachdruck. Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Gästen, Wacker kam kaum über die Mittellinie. Im Tor der Innsbrucker stand nach seiner starken Leistung beim 1:1 in Salzburg wieder Hidajet Hankic. Der wieder fitte Stammtorhüter Christopher Knett saß auf der Bank. Innenverteidiger Stefan Meusburger fehlte aufgrund von muskulären Problemen.

Bei der Austria agierte Dominik Prokop im Zentrum, Ewandro und Kevin Friesenbichler agierten an den Flanken. Den Wienern gelang es aber nicht, Innsbrucks Abwehrmauer zu durchbrechen. Die beste Möglichkeit der ersten Spielhälfte - und am Ende auch im gesamten Spiel - resultierte für die Elf von Thomas Letsch schon zu Beginn der Partie aus einem Eckball. Christian Schoissengeyr stieg hoch, Hankic parierte im Nachfassen (6.).

Hidajet Hankic hielt seinen Kasten gegen die Austria sauber.
Hidajet Hankic hielt seinen Kasten gegen die Austria sauber.
- gepa

Wacker konnte die Partie nach verhaltenem Beginn aber offen gestalten. Den zuletzt treffsicheren Cheikhou Dieng hatte die Austria im Griff. Der Senegalese kam nur einmal zum Abschluss, wurde dabei aber ein wenig in Rückenlage angespielt und verzog (24.). Wie Hankic musste auch Patrick Pentz praktisch nie eingreifen. Einzig Michael Schimpelsberger prüfte den Austria-Schlussmann einmal mit einem Schuss (17.). Die Zuschauer am Tivoli erlebten insgesamt langatmige 45 Minuten.

Die beiden Teams kamen vorerst unverändert aus der Kabine. Der Austria war das Bemühen weiter anzusehen, Prokops Abschluss ging knapp am langen Eck vorbei (54.). Friesenbichler kam bei einer Klein-Hereingabe einen Schritt zu spät (61.). Letsch reagierte mit Fortdauer der Partie mit Wechseln, die wirkungslosen Friesenbichler und Ewandro machten Platz. Wacker hoffte auf einen Konterschlag. Nach einem solchen über Zlatko Dedic kam Roman Kerschbaum im Strafraum zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht mehr genau platzieren (73.). Die Austria konnte im Finish dann nicht mehr zulegen.

Hankic: "Lust auf mehr"

"Wir stehen hinten richtig gut und haben kaum Chancen zugelassen", freute sich Torhüter über sein erstes Zu-Null-Spiel für Wacker in der Bundesliga. Von den Spielanteilen her sei das torlose Remis die logische Konsequenz gewesen: "Wenn man die Möglichkeiten von beiden Mannschaften sieht, dann war das 0:0 gerechtfertigt." Dass er auch in Zukunft den Wacker-Kasten sauber hält, kann sich Hankic gut vorstellen: "Ich habe Lust auf mehr bekommen. So wie die ganze Mannschaft auch."

Für die Tiroler beginnt nun die Steirer-Woche: Am Dienstag steht das ÖFB-Cup-Achtelfinalspiel beim TSV Hartberg (18.00 Uhr) auf dem Programm. Am Samstag reisen die Schwarz-Grünen zum SK Sturm Graz (17.00 Uhr). Im steirischen Derby hatte übrigens Hartberg mit 2:0 das bessere Ende für sich ... (APA, TT.com)