Letztes Update am Mi, 31.10.2018 09:09

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


DFB-Pokal

Spiel stand vor Abbruch: Pyro-Ärger mit den eigenen Fans beim HSV

© imago sportfotodienstDie HSV-Spieler versuchten auf die eigenen Fans einzuwirken.



Nach dem Pyro-Ärger beim DFB-Pokalspiel des Hamburger SV in Wiesbaden hat HSV-Sportstand Ralf Becker die eigenen Fans in scharfer Form kritisiert. „Ich bin grundsätzlich sehr genervt davon. Ich weiß nicht, ob den sogenannten Fans klar ist, was sie dem HSV damit antun. Unabhängig davon, dass das Spiel hätte abgebrochen werden können, kostet das auch wahnsinnig viel Geld. Und es ist natürlich auch gefährlich“, sagte Becker nach dem Einzug des deutschen Zweitligisten ins Pokal-Achtelfinale durch ein 3:0 beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.

Nach dem mehrmaligen Abbrennen von Pyrotechnik im HSV-Block hatte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck die Partie am Dienstagabend in der zweiten Halbzeit für fünf Minuten unterbrochen und im Wiederholungsfall mit einem Abbruch gedroht. Entsprechend verärgert war Becker über das Verhalten der HSV-Anhänger. „Das ist kein Ausdruck von Freude, sondern schlecht für den Verein. Damit tut man uns keinen Gefallen. Unterstützung ist super, aber so macht es keinen Sinn“, kritisierte der 48-Jährige.

Er hoffe, dass der Verein irgendwann nicht wirklich sportliche Konsequenzen tragen müsse. Sollte die Mannschaft einmal für ein Fehlverhalten der Fans bestraft werden, wäre dies der Worst Case. „Vielleicht war das noch mal die letzte Warnung“, sagte Becker. (dpa)