Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.11.2018


2. Liga

Plötzlich Favorit: Tabellenführer Wattens trifft auf Liefering

Gegen Liefering ist die WSG Wattens seit acht Spielen ungeschlagen – das soll auch heute (19.10 Uhr, Langes-Stadion) so bleiben.

© gepaDie WSG Wattens kam zuletzt aus dem Jubeln kaum heraus, ist seit zehn Spielen ungeschlagen.



Von Tobias Waidhofer

Wien – Hannes Wolf, Patson Daka, Smail Prevljak, Amadou Haidara (alle RB Salzburg), dazu Igor (Austria Wien) und Luan (St. Pölten). Was diese Spieler mit dem Zweitliga-Duell zwischen der WSG Wattens und dem FC Liefering zu tun haben?

Für die Antwort muss man knapp eineinhalb Jahre zurückblicken: Als die WSG Wattens am 31. März 2017 einen 5:0-Heimsieg gegen die Salzburger feierte, standen alle genannten Akteure in der Lieferinger Startformation. Seither ist aber viel Wasser den Inn hinuntergeflossen und Akteure wie Haidara haben sich längst einen internationalen Namen gemacht. Umso beeindruckender ist es, dass die Tiroler seit dem Aufstieg in acht Duellen (vier Siege, vier Niederlagen) mit der Bullen-Filiale ungeschlagen geblieben sind.

Eines ist aber heute anders: Erstmals geht die WSG (seit zehn Spielen ungeschlagen) als Favorit gegen die seit vier Spielen punktelosen Salzburger ins Spiel. „Das ist schön, aber gleichzeitig auch eine Gefahr“, weiß Sportmanager Stefan Köck. Denn Liefering könne immer noch „jeder Mannschaft weh tun“.

Einer, der das auch ziemlich gut kann, ist Andreas Dober, der nach Gelbsperre wieder in den Kader zurückkehrt. Auch Ione Cabrera könnte zum Thema werden. Was nicht zwingend heißen muss, dass Sandro Neurauter wieder aus der ersten Elf fällt. „Seine Leistung gegen Amstetten hat mich sehr gefreut, sie zeigte Charakter und Qualität“, meinte Köck und ließ im nächsten Atemzug den nächsten Akteur, der es auch wegen Verletzungen nicht immer leicht hatte, hochleben: „Flo Toplitsch war in Amstetten der beste Mann.“ Und hat aktuell Flo Mader im Mittelfeld verdrängt.

Beim FC Liefering freuen sich heute mit dem Ex-Wattener David Schnegg und Tobias Anselm zwei Tiroler auf ein Rendezvous mit der Heimat. Rami Tekir (Kreuzbandriss) fehlt verletzt.