Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 02.11.2018


Bundesliga

Für Sturm sind drei Punkte gegen Wacker Pflicht

Vor dem morgigen Duell zwischen Sturm und Aufsteiger FC Wacker ist die Lage in beiden Lagern angespannt. FCW-Goalie Knett wieder fit.

© gepaSeit fünf Runden ist Vizemeister Sturm mit dem Tiroler Fabian Koch in der Liga schon sieglos. Diese Serie wollen die Blackys morgen gegen den FC Wacker beenden.Foto: gepa



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Nach zwölf Runden nur drei Punkte hinter Sturm Graz – das hätte der FC Wacker vor Saisonbeginn sofort unterschrieben. Doch das hat momentan einen gewaltigen Haken, denn beide Mannschaften rangieren in der unteren Tabellenhälfte und befinden sich vor dem morgigen Duell in der Merkur-Arena in höchst prekären Situationen. Sturm steht nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Ligaspielen extrem unter Zugzwang und dem Aufsteiger aus dem Westen droht sogar die rote Laterne.

Dass die Blackys zurzeit nur Tabellenachter sind, passt so überhaupt nicht zu deren Ansprüchen. Dazu kommt der Höhenflug der Hartberger, die gegenwärtig den Status der Nummer eins des Fußballs in der Steiermark genießen. Und gestern sorgte auch noch der Stadtrivale GAK mit dem Cup-Viertelfinale für positive Schlagzeilen. Und die wollen bzw. müssen die Blackys am Samstag endlich wieder produzieren.

Seit fünf Runden ist Vizemeister Sturm mit dem Tiroler Fabian Koch in der Liga schon sieglos. Diese Serie wollen die Blackys morgen gegen den FC Wacker beenden.
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„Ich freu’ mich auf jedes Spiel gegen den FC Wacker. Aber gerade in diesem müssen wir unbedingt einen Sieg einfahren“, bringt es Fabian Koch auf den Punkt. Der Natterer zählt zum Stammpersonal der Grazer und will die Misere erst gar nicht schönreden. „Dass wir nicht gerade vom Spielglück verfolgt werden, mag auch sein. Fakt ist aber definitiv, dass wir vorne zu wenig treffen und hinten einfach zu anfällig sind“, will der Tiroler mit Sturm gegen seine Landsleute die Trendumkehr schaffen: „Mir egal wie, Hauptsache, drei Punkte kommen aufs Konto. Es kann auch ein richtig dreckiger Sieg sein.“ Was auch ganz im Sinne seines schon recht umstrittenen Trainers wäre: „Logisch verspüren wir Druck, unsere Jungs müssen lernen, damit umzugehen. Uns fehlt natürlich auch das Erfolgserlebnis“, erklärte Heiko Vogel nach der 0:2-Pleite in Hartberg und forderte gleich zwei Heimsiege: „Zwei Heimspiele folgen, jetzt sind sechs Punkte gegen den FC Wacker und St. Pölten natürlich Pflicht.“

Klar, dass der Aufsteiger aus dem Westen nichts zur Sturm-Genesung beitragen will. „Wir brauchen selber jeden Punkt“, kann Karl Daxbacher die Tabelle lesen. Nach dem Kraftakt bei der bitteren 3:4-Pokalniederlage in Hartberg stand gestern bei den Schwarzgrünen die Vorbereitung für die Dienstreise in die steirische Landeshauptstadt im Vordergrund. Wenigstens blieb man von weiteren Verletzungen verschont. Daniel Gabriele, Flo Rieder, Dominik Baumgartner und Roman Kerschbaum fallen morgen sicher aus. Dafür stehen Christopher Knett, der wohl ein Comeback im FCW-Tor feiern wird, und Stefan Meusburger wieder im Aufgebot.

Nach den fünf Punkten gegen den LASK, Salzburg und die Austria steigen die Innsbrucker heute recht selbstbewusst in den Bus. „Man hat in den letzten Runden gesehen, dass Sturm Probleme hat und wir gegen Spitzenklubs mithalten konnten. Daher ist es nicht unmöglich, etwas aus Graz mitzunehmen“, blickt Daxbacher dem 13. Saisonspiel erwartungsfroh entgegen. Außerdem gilt es auch, sich für die bittere 2:3-Pleite beim Heimauftakt im Tivoli zu revanchieren.