Letztes Update am Fr, 02.11.2018 17:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dänemark

Taxifahrer Kiefer gebrochen: Haft für Rosenborg-Stürmer Bendtner

Der dänische Stürmer Nicklas Bendtner soll einen Taxifahrer so heftig geschlagen haben, dass dieser sich den Kiefer brach. Nun muss er wohl für 50 Tage ins Gefängnis. Der Fußballstar legte Berufung ein, der Verein will an ihm festhalten.

© imago sportfotodienstBendtner mit seinem Anwalt Anders Nemeth vor dem Gericht.



Kopenhagen/Paris – Dänemarks Fußball-Teamstürmer Nicklas Bendtner hat eine Haftstrafe für 50 Tage aufgebrummt bekommen. Die Entscheidung fällte ein Kopenhagener Gericht am Freitag. Dass der 30-jährige Angreifer von Salzburgs Europa-League-Gegner Rosenborg Trondheim aber tatsächlich ins Gefängnis muss, steht noch nicht fest, da er gegen das Urteil Berufung eingelegt hat. Bis zur Anhörung bleibt er auf freiem Fuß.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der dänische Kicker einen Taxifahrer während eines Streits am 9. September so hart geschlagen und getreten hatte, dass dieser unter anderem einen Kieferbruch erlitten hatte. Die Schwere der Verletzung sei auch ein Grund, warum die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt werde, teilte das Gericht mit.

Verein findet Affäre „nicht gut“

Rosenborg distanzierte sich am Freitag von den Vorfällen. Personelle Konsequenzen soll es aber keine geben. „Wir sind der Meinung, dass es nicht gut für den Club und für Nicklas ist, aber er bleibt unser Spieler“, sagte Rosenborgs CEO Tove Moe Dyrhaug.

Ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geriet in Frankreich Marco Verratti. Der Mittelfeldspieler von Paris St. Germain hatte bei einer Verkehrskontrolle in den Morgenstunden am Mittwoch zu viel Alkohol im Blut. Laut „L‘Equipe“ soll er von der Polizei in eine Ausnüchterungszelle gesteckt und dann entlassen worden sein.

Mit welcher Strafe er rechnen muss, steht noch nicht fest. Auf anderer Ebene allerdings schon: PSG verhängte eine Geldstrafe über den 25-jährigen Italiener. Verratti muss auf einen Teil seines monatlichen „Ethik-Bonus“ verzichten, wie der Club bekanntgab. (APA/dpa/Reuters)