Letztes Update am Fr, 02.11.2018 21:31

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Wattens feiert 4:0-Sieg gegen Liefering: Abend der schönen Tore

Schön langsam wird das Gernot-Langes-Stadion zur Festung: Nach dem 4:0 gegen Liefering, dem fünften Sieg im siebten Heimspiel, bleibt Wattens Tabellenführer.

© gepaKomm in meine Arme: Ignacio Jauregui eröffnete gestern nach Katnik-Vorlage den Torreigen.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – Es war einer dieser Momente, bei dem Fußball-Kommentatoren das Wort „ausgerechnet“ auf den Lippen haben: In der 43. Minute zündete Felix Adjei gestern eine Granate, die genau im Kreuzeck des Liefering-Tores einschlug. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein erzielte der Mann aus Ghana also sein erstes Tor für die Tiroler. Es war das zwischenzeitliche 2:0 für die WSG Wattens, die schlussendlich mit 4:0 siegte, die Tabellenführung bestätigte und nun seit elf Spielen ungeschlagen ist.

Dabei hatten sich beide Teams eine kleine Anlaufphase gegönnt. Nach 18 Minuten musste Liefering-Keeper Philipp Köhn bei einem Pranter-Schlenzer erstmals eingreifen. Es dauerte bis zur 30. Minute, dann fand Dino Kovacec nach einem schönen Angriff über die rechte Seite den nächsten „Sitzer“ vor.

Von Liefering (mit dem Ex-Wattener David Schnegg und dem Unterländer Tobias Anselm in der Startformation) war offensiv gar nichts zu sehen. Die diesmal mit einer Viererkette angetretene WSG musste sich keine Sorgen machen. Und so war die Führung nach 38 Minuten eine hochverdiente: Mit einem tollen Pass spielte Benni Pranter Dino Kovacec frei, dessen Hereingabe Lukas Katnik für Ignacio Jauregui ablegte, der souverän abschloss – ein schöner Treffer der WSG, den Adjei mit seinem schon angesprochenen Kracher nach 43 Minuten noch einmal übertreffen sollte. Wattens führte zur Pause mit drei Tirolern in der Startelf verdient mit 2:0.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs testete David Gugganig mit einem Kopfball Liefering-Keeper Köhn (55.). Doch das 3:0 ließ nicht mehr lange auf sich warten: Topscorer Benni Pranter durfte sich in der 58. Minute über seinen achten Saisontreffer freuen.

In der Folge zog sich die WSG zurück und überließ den Jungbullen die Spielgestaltung – so richtig gefährlich sollte es aber nicht mehr werden. Im Gegenteil: In der 73. Minute legte Kovacec nach Santin-Flanke volley das 4:0 nach – das nächste Traumtor! Und zwar eines, das den Endstand bedeutete.

„Wir haben einen Lauf. Es war heute eine ähnlich eindrucksvolle Leistung wie vor eineinhalb Jahren gegen Liefering (5:0, Anm.)“, freute sich Trainer Thomas Silberberger.




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