Letztes Update am Do, 29.11.2018 23:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europa League

Rangers - Villarreal 0:0, Rapid reicht Punkt zum Aufstieg

Die Spanier führen die Tabelle mit sieben Zählern vor den punktegleichen Hütteldorfern an, dahinter folgen die Rangers (6) und Spartak Moskau (5).

© APA/Herbert NeubauerSpäte Tore von Mert Müldür (80.) und Philipp Schobesberger (91.) drehten die Partie.



Moskau/Glasgow – Das zweite Donnerstag-Spiel in Rapids Europa-League-Gruppe G zwischen den Glasgow Rangers und Villarreal hat mit einem 0:0 geendet. Damit führen die Spanier die Tabelle mit sieben Zählern vor den punktegleichen Hütteldorfern an, dahinter folgen die Rangers (6) und Spartak Moskau (5).

Rapid reicht nun im Heimspiel in zwei Wochen gegen die Schotten ein Punkt zum Aufstieg. In diesem Match ist der Glasgower Flügelspieler Daniel Candeias gesperrt, weil er in der 45. Minute Gelb-Rot sah. Um noch den Gruppensieg zu schaffen, müssten die Wiener mehr Punkte holen als Villarreal vor eigenem Publikum gegen Spartak Moskau. Vor der letzten Runde haben noch alle vier Teams Chancen auf den Einzug ins Sechzehntelfinale.

Rapid landete am Donnerstagabend einen überraschenden 2:1-Auswärtssieg bei Spartak Moskau und übernahmen vorübergehend die Tabellenführung in Gruppe G. Späte Tore von Mert Müldür (80.) und Philipp Schobesberger (91.) drehten die Partie. Spartak war durch Ze Luis vor der Pause in Führung gegangen (20.).

Dabei war Rapid bei zwölf Grad unter Null in Moskau ersatzgeschwächt angetreten. Als fünfter Akteur gesellte sich der erneut erkrankte Innenverteidiger Mario Sonnleitner auf die Ausfallsliste. Dazu setzte Trainer Dietmar Kühbauer drei Tage vor dem wichtigen Ligaheimspiel gegen Wacker Innsbruck neben Flügelspieler Schobesberger auch Kapitän Stefan Schwab auf die Ersatzbank. An seiner Stelle begann Manuel Martic.

Spartaks Neo-Coach Oleg Kononow bot vor 20.739 Zuschauern in der Otkritije Arena seine bestmögliche Mannschaft auf. Lorenzo Melgarejo setzte den ersten Warnschuss nach einem Fehler von Rapid-Verteidiger Mateo Barac knapp daneben (10.). Dabei hatte Rapid in der Anfangsphase sogar etwas mehr Spielanteile. Ein Freistoß-Roller von Martic ging neben das Tor (12.), Boli Bolingoli schoss aus der Drehung knapp drüber (18.).

Die Moskauer lauerten primär auf Fehler von Rapid - nützte aber auch gleich den zweiten. Nachdem Innenverteidiger Maximilian Hofmann im falschen Moment nach vor attackiert hatte, entwischte Ze Luis der grün-weißen Defensive und schoss ein. Auf der Gegenseite fiel ein Schuss des seit 2. September torlosen Mittelstürmers Deni Alar zu harmlos aus (22.), ein Versuch von Christoph Knasmüllner verfehlte sein Ziel (26.).

Nach Seitenwechsel rettete Barac bei einem Schuss von Sofiane Hanni knapp vor der Linie (53.). Alar schoss aus guter Position genau in die Hände von Rebrow (63.). Für Aufregung sorgte Mitte der zweiten Hälfte ein Flitzer, der den bei den Spartak-Fans ob seiner Vergangenheit beim Stadtrivalen Lok Moskau äußerst unbeliebten Kapitän Denis Gluschakow tätlich attackierte.

Bei Rapid ging mit der Hereinnahme von Schwab und Schobesberger noch einmal ein kleiner Ruck durch die Mannschaft. Abschlüsse von Veton Berisha (69.) und Schwab (77.) fielen noch zu zentral aus, ehe Müldür nach einem Corner von Schobesberger per Kopf völlig freistehend zuschlug. Es kam noch besser für Rapid: Schwab setzte mit einem Traumpass den aus abseitsverdächtiger Position gestarteten Schobesberger auf die Reise, der den Ball an Rebrow vorbeispitzelte.

Russland bleibt damit ein guter Boden für Rapid. Die Hütteldorfer haben dort noch kein einziges Spiel verloren. In insgesamt 16 Duellen mit russischen bzw. sowjetischen Teams setzte es erst eine einzige Niederlage - 2004 zu Hause gegen Rubin Kasan (0:2). Das Heimspiel gegen Spartak hatten die Grün-Weißen im September mit 2:0 für sich entschieden.

In Moskau beendeten die Hütteldorfer zwei Durststrecken: Vier Pflichtspiele war das Kühbauer-Team zuletzt sieglos, dazu waren alle vier bisherigen Europacup-Auswärtsspiele in dieser Saison verloren gegangen. Bei der siebenten Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase könnte nun zum zweiten Mal der Aufstieg gelingen. (APA)




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