Letztes Update am Di, 08.01.2019 12:18

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Primera Division

Verletzung von Kroos verschärft Reals Krise: „Die Plage geht weiter“

Spielmacher Toni Kroos fehlt dem „Weißen Ballett“ zumindest bis Ende Januar. Es ist der bereits der 31. Ausfall eines Real-Profis in dieser Saison.

Toni Kroos wird Real Madrid in den kommenden drei Liga- und Pokal-Partien fehlen.

© imago sportfotodienstToni Kroos wird Real Madrid in den kommenden drei Liga- und Pokal-Partien fehlen.



Madrid – Neue Hiobsbotschaft für Real Madrid: Der Champions-League-Sieger muss in den nächsten Wochen ohne Spielmacher Toni Kroos die Bewältigung der schlimmen sportlichen Krise meistern. Beim deutschen Nationalspieler wurde ein Adduktorenriss zweiten Grades im linken Bein festgestellt, wie der spanische Rekordmeister am späten Montagabend mitteilte. Die Madrider Sportmedien beklagten am Dienstag das Pech der Königlichen. „Die Plage geht weiter“, schrieb die Zeitung „Marca“. Es sei bereits der 31. Ausfall eines Profis wegen Verletzung seit Saisonbeginn.

Kroos wird nach Schätzungen von Medien rund drei Wochen ausfallen und bis Ende Januar möglicherweise die Ligaspiele bei Betis Sevilla, gegen den FC Sevilla und bei Espanyol Barcelona sowie auch drei Begegnungen im spanischen Pokal verpassen. Der 29 Jahre alte frühere Bayern-Profi vergrößert das Lazarett von Real. Zur Zeit sind auch die Offensivkräfte Mariano, Asensio und Gareth Bale sowie Mittelfeldmann Marcos Llorente außer Gefecht.

Der Deutsche hatte sich die Verletzung am Sonntag - nur zwei Tage nach seinem Geburtstag - beim 0:2 daheim gegen Real Sociedad San Sebastián zugezogen, als er in der 80. Minute ausgewechselt werden musste. Für Kroos, der zuletzt vorwiegend mäßige bis schwache Leistungen gezeigt hatte, werden wahrscheinlich Dani Ceballos oder Fede Valverde in die Stammelf von Trainer Santiago Solari rücken. Diese Saison hatte der Mittelfeldmann wegen Kniebeschwerden bereits bei drei Pflichtspielen zuschauen müssen.

Bereits zehn Punkte hinter Barcelona

Die Lage sei aufgrund der sportlichen Krise und der vielen Verletzungen „besorgniserregend“, meint „Marca“. „Der Spielkalender wird nun wieder dichter, und nach den jüngsten Ergebnissen darf Real sich keine neuen Pleiten leisten“, hieß es.

In der Primera Division belegt Madrid derzeit mit einem Rückstand von zehn Punkten auf Spitzenreiter und Titelverteidiger FC Barcelona nur Platz fünf. Der Club, der zuletzt die Champions League drei Mal in Serie gewann, muss erstmals nach vielen Jahren um die Qualifikation für die Königsklasse bangen. (dpa)