Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.01.2019


Bundesliga

Wacker-Verteidiger Vallci: „Nächster Schritt muss sportlich passen“

Albert Vallci, die wohl heißeste Transferaktie des FC Wacker in der Winterübertrittszeit, will in dieser Woche seine Zukunft geklärt haben.

Albert Vallci ist auf dem Transfermarkt gefragt.

© gepaAlbert Vallci ist auf dem Transfermarkt gefragt.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Im Spielbericht über das Testspiel gegen den FC Südtirol fehlte in der Wacker-Aufstellung der Name Albert Vallci. Was nichts mit den Transfergerüchten um den Steirer zu tun hatte. Es lag an überstrapazierten Muskeln im Oberschenkelbereich nach den Einheiten auf Kunst­rasen. Dass Vallci bei einigen Klubs hoch im Kurst steht und daher in der Winterübertrittszeit die wohl heißeste Transferaktie des FC Wacker ist, leugnet der Verteidiger erst gar nicht: „Die Verhandlungen werden konkreter. Sowohl was mich als auch den FC Wacker betrifft. Ich verlasse mich voll und ganz auf meine Berateragentur Centerfield.“ Zu lange soll sich die Phase der Ungewissheit freilich nicht ziehen, denn Übertritte im Winter sind für Spieler komplizierter wie Wechsel im Sommer. Was vor allem an der kurzen Vorbereitung auf die Frühjahrssaison liegt. „Mir wäre schon Recht, wenn in der kommenden Woche eine Entscheidung fällt. Wobei ich alles recht entspannt sehe, denn mein Vertrag in Innsbruck läuft bis Sommer 2020 und ich fühle mich richtig wohl beim FC Wacker. Wenn es für alle Seiten passt, wird der Transfer über die Bühne gehen, sonst freue ich mich auf das Bundesliga-Frühjahr im schwarzgrünen Dress.“ Mit Blick auf die Tabelle sieht Vallci die Lage realistisch: „Das Meister-Play-off geht sich nicht mehr aus und nach der Punkteteilung rückt alles noch enger zusammen. Doch wir sind sehr stabil, wenn es darauf ankommt, liefern wir fast immer Leistung ab und im Tivoli muss uns erst einmal einer schlagen. Außerdem ist der Zusammenhalt erstklassig.“

Über Kapfenberg, den SV Lafnitz und Horn kam Vallci im Sommer 2017 ablösefrei zum FC Wacker und entwickelte sich zum Stammspieler im Aufstiegsjahr und kickte sich durch starke Auftritte im Herbst in die Notizblöcke einiger Scouts. Sturm Graz ist ebenso interessiert wie Red Bull, auch aus dem Ausland soll es Anfragen geben. „Mein nächster Schritt muss vor allem sportlich passen“, erläutert der sympathische „Bertl“ seine Karriereplanung: „Das große Ziel ist und bleibt, einmal in einer der fünf europäischen Topligen zu spielen. Da braucht es Zwischenschritte. Einer war, in der österreichischen Bundesliga aufzuzeigen. Das ist mir beim FC Wacker gelungen. Der nächste Schritt soll nicht zu groß sein. Es muss, wie schon erwähnt, in erster Linie einfach sportlich passen.“

Klar ist auch, dass der FC Wacker auf seine Kosten kommt. Schließlich müsste man auf einen Stammspieler verzichten und sich auf dem Markt um Ersatz umschauen. Was nichts anderes heißt, als dass die Ablöse stimmen muss. Rund 500.000 Euro sollten schon in die FCW-Kassa fließen, wenn Vallci vorzeitig aus seinem Vertrag bei den Schwarzgrünen aussteigt.