Letztes Update am Fr, 08.02.2019 14:31

DPA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball

Zehn Tote bei Feuer in brasilianischem Fußballclub Flamengo

Die Nachwuchsspieler werden im Schlaf von dem Feuer überrascht. Wie es zu dem Brand in der Club-Anlage in Rio de Janeiro kommen konnte, war zunächst noch unklar. Das Trainingszentrum gilt als eines der modernsten in der Region.

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Rio de Janeiro – Bei einem Brand in einem Trainingszentrum für die Jugendmannschaft des brasilianischen Fußballclubs Flamengo sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete das Portal O Globo am Freitag unter Berufung auf die Feuerwehr. „Flamengo ist in Trauer“, schrieb der Verein auf Twitter.

Das Feuer sei in einer Unterkunft für Nachwuchsspieler im Westen von Rio de Janeiro ausgebrochen. Die Opfer seien im Schlaf von dem Feuer überrascht worden, sagte Douglas Renault von der Feuerwehr. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Zuletzt waren über Rio schwere Unwetter niedergegangen.

Nach Angaben von Müttern der 14- bis 17-jährigen Spieler war das Training am Freitag abgesagt worden. Deshalb schliefen zum Zeitpunkt des Unglücks nur Spieler in dem Trainingszentrum, die von außerhalb kamen. Die Jugendlichen aus Rio de Janeiro waren bereits nach Hause gegangen.

Das Trainingszentrum Ninho do Urubu gilt laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1 als eines der modernsten der Welt. Es verfügt über mehrere Fußballplätze, Fitnessstudios, Physiotherapie-Praxen, Unterrichtsräume und einen Wasserpark. Der neue Profi-Bereich war erst im vergangenen Jahr eingeweiht worden.

Flamengo ist einer der bekanntesten Fußballvereine Brasiliens und mehrfacher Meister. Im Kader des Erstligisten stehen unter anderen Diego, der zuvor bei Werder Bremen, VfL Wolfsburg und Juventus Turin spielte, und der frühere Nationaltorhüter Júlio César.

Der Brand in dem Trainingszentrum ist das zweite schwere Unglück im brasilianischen Fußball in gut zwei Jahren. Im November 2016 war ein Flugzeug mit dem Fußballteam Chapecoense an Bord abgestürzt. 71 Menschen kamen bei dem Unfall in Kolumbien ums Leben. (dpa)