Letztes Update am Mi, 20.02.2019 08:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Champions League

Juventus und Manchester City eint die Sehnsucht nach dem Titel

Torjäger Cristiano Ronaldo soll es für Juventus-Turin, Star-Trainer Pep Guardiola für Manchester City in der Champions League richten.

Der Torhunger von Cristiano Ronaldo soll Juventus gegen Atletico zum Sieg führen.

© AFPDer Torhunger von Cristiano Ronaldo soll Juventus gegen Atletico zum Sieg führen.



Turin, Gelsenkirchen – Es ist nicht nur seine Tor-Quote, die so beeindruckt. Bei Superstar Cristiano Ronaldo, der mit Juventus Turin heute (21 Uhr/live Sky) im Achtelfinale der Königsklasse bei Atletico Madrid ranmuss, ist es die Konstanz, der innere Antrieb und diese unstillbare Gier nach Toren und Siegen, die ihn auch in Italien, trotz schon 34 Lenzen, so wertvoll machen. Und diese Eigenschaften sollen der „Alten Dame“ endlich den lang ersehnten Champions-League-Triumph bescheren. Nichts anderes erwartet man bei den „The Citizens“ in Manchester – allerdings nicht von den Kickern, sondern von Star-Trainer Pep Guardiola.

Das heutige Gastspiel auf Schalke (21 Uhr/live DAZN) darf für die Star-Truppe von Coach Guardiola keinen Stolperstein darstellen. Der englische Meister trifft in Gelsenkirchen auf einen tief in der Krise steckenden Bundesligisten, der seit Wochen auf der Stelle tritt. Die Krise bei den Königsblauen trägt das Gesicht von Manager Christian Heidel, der seit der Winterpause in regelmäßigen Abständen in Frage gestellt wird. Zu viele Eigengewächse hat man teuer hergegeben, zu wenig Mentalität habe man sich dafür eingekauft.

Burgstaller bereit für (Kurz-)Einsatz

Mittendrinnen im blauen Krisenherd fehlt der Tiroler Alessandro Schöpf, der mit einer schweren Knieverletzung bis zum Saisonende zum Zuschauen verdammt ist. Dafür darf sich sein rotweißroter Landsmann Guido Burgstaller zumindest Hoffnung auf einen Kurz-Einsatz machen. Der 29-Jährige („Wir treffen auf die beste Mannschaft in Europa“) kehrte nach einer Achillessehnenreizung zurück in den Kader von Coach Domenico Tedesco: „Wir werden nicht die weiße Fahne hissen.“

Die Guardiola-Truppe, deren Kader einen Gesamtmarktwert von 1,13 Milliarden Euro beträgt, will mindestens ins Endspiel der Königsklasse und baut dabei auf die taktischen Geschicke ihres katalanischen Star-Coaches: „Die Champions League ist die größte Bühne. Auf der wollen wir brillieren.“

Nichts anderes will auch Cristiano Ronaldo. Die elitäre Fußball-Bühne ist die, wo sich der Ausnahme-Fußballer am wohlsten fühlt. 122 Tore (inklusive Qualifikation) hat der Top-Torschütze der Champions League auf dem Konto stehen. Obwohl der 34-Jährige in der heurigen Saison erst einen Treffer für „Juve“ liefern konnte.

Allegri will die Favoritenrolle nicht

Sein Coach, Massimiliano Allegri, drückt indes hart auf die Euphoriebremse: „Es ist nicht der Fall, dass Ronaldo hergekommen ist und wir sicher gewinnen.“ 2015 und 2017 stand man ja im Finale. „Es wäre verrückt zu sagen, dass wir haushoher Favorit sind, die Champions League zu gewinnen“, wiederholte Allegri.

Atletico stellt in jedem Fall den ersten richtigen Prüfstein dar. Am Wochenende konnte man dank eines Treffers von Superstar Antoine Griezmann bei Rayo Vallecano (1:0) zumindest den kurzen Negativlauf beenden. (suki)