Letztes Update am Sa, 30.03.2019 19:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Rapid mit klarem Sieg über Admira, Altach schlägt Mattersburg

Durch die 0:3-Pleite bei Rekordmeister Rapid Wien ist die Admira neues Tabellenschlusslicht. Neo-Altach-Coach Pastoor feiert einen gelungenen Einstand.

Der Tiroler Altach-Angreifer Christian Gebauer glänzte mit einem senationellen Treffer.

© APADer Tiroler Altach-Angreifer Christian Gebauer glänzte mit einem senationellen Treffer.



Rapid – Admira 3:0

Rekordmeister Rapid hat einen erfolgreichen Start in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga hingelegt. Die Hütteldorfer besiegten die Admira am Samstag im Allianz Stadion völlig verdient mit 3:0 (1:0) und übernahmen gleich einmal die Führung im unteren Play-off. Zudem glückte ihnen auch eine gelungene Generalprobe für das ÖFB-Cup-Halbfinale am Mittwoch (20.30 Uhr) beim LASK.

Christoph Knasmüllner brachte die Wiener in der 38. Minute voran. Die Führung hätte aber schon früher fallen müssen, ein Foulelfmeter (25.) von Andrija Pavlovic war aber deutlich über dem Tor gelandet. All diese Szenen bekamen fast alle Block-West-Abonnenten nicht mit. Sie hatten die erste Hälfte boykottiert und nicht auf den Tribünen mitverfolgt. Nach der Pause münzten Philipp Schobesberger (53.) und Premieren-Torschütze Aliou Badji (80.) die drückende Rapid-Überlegenheit in weitere Tore um.

Die Rapidler kontrollierten die Partie in einer stimmungslosen ersten Hälfte von Beginn an und setzten immer wieder auch Akzente. Ein Kopfball von Knasmüllner (8.) ging genauso daneben wie ein Schuss von Stephan Auer (11.). Bei einem Abschluss von Srdjan Grahovac (20.) konnte sich Admira-Goalie Andreas Leitner auszeichnen.

Wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Rene Eisner nach einem Zweikampf von Sebastian Bauer und Thomas Murg im Strafraum wohl zu recht Elfmeter, Pavlovic versagten aber die Nerven. Knasmüllner ließ sich seine Topchance aber nicht entgehen. Nach einem unnötigen Ballverlust von Admira-Kapitän Daniel Toth und idealer Vorarbeit von Schobesberger traf der Ex-Admiraner aus rund elf Metern überlegt ins Eck.

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Mit den zur Pause zahlreich nachgekommenen Anhängern - insgesamt waren es 11.600 - im Rücken, lief es für die Gastgeber noch deutlich besser. Die Admiraner konnten sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Murg brachte den Ball zwar an Leitner vorbei, rollte das Leder aber ins Außennetz (51.). Zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz. Nachdem Knasmüllner noch an einer Badji-Hereingabe vorbeigerutscht war, vollendete Schobesberger am langen Eck stehend ins leere Gehäuse.

Weitere Treffer lagen in der Luft. Knasmüllner traf die Stange (58.), ein Müldür-Kopfball ging knapp drüber (62.). Die Admira kam nur vereinzelt gefährlich vors Rapid-Tor, die beste Möglichkeit vertändelte Patrick Schmidt (67.). Auf der anderen Seite gab es rollende Angriffe und der zur Pause eingetauschte 21-jährige Senegalese Badji krönte seine starke Vorstellung mit seinem ersten Treffer im österreichischen Oberhaus.

Rapid feierte damit den vierten Ligasieg gegen die Südstädter in Folge, bei allen drei Partien in dieser Saison blieben die Schützlinge von Chefcoach Dietmar Kühbauer zudem ohne Gegentreffer. Sie liegen damit wie vor der Punkteteilung sechs Punkte vor der Admira. Bei den Niederösterreichern, die im fünften Spiel 2019 die erste Niederlage kassierten, hatte der Ex-Rapidler Christoph Schösswendter in seinem 100. Ligaspiel für die Admira keinen Grund zum Jubeln.

Altach – Mattersburg 2:1

Der SCR Altach hat seinem neuen Trainer Alex Pastoor einen erfolgreichen Einstand beschert. Die Vorarlberger feierten am Samstag einen 2:1-Heimsieg über den SV Mattersburg und verbesserten sich damit zum Auftakt der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga vom fünften auf den vierten Rang.

Die Gäste gingen durch Rene Renner in der 26. Minute in Führung. Altach gelang jedoch dank der Treffer von Christian Gebauer (40.) und Mergim Berisha (53./Elfmeter) noch die Wende.

Pastoor hatte Altach bei seinem Debüt ein 4-4-2-System verordnet, auf Ballbesitz und geordneten Spielaufbau legten die Gastgeber keinen großen Wert. Dennoch waren sie von Beginn an gefährlich: In der zweiten Minute flog ein Kopfball von Jan Zwischenbrugger knapp am Tor vorbei, in der zehnten Minute war SVM-Goalie Markus Kuster bei einem Schuss von Gebauer zur Stelle, und in der 15. Minute misslang Berisha aus guter Position der Abschluss.

Völlig entgegen dem Spielverlauf gingen die Mattersburger in Führung. Renner nahm sich einen weiten Pass von Cesar Ortiz optimal mit der Brust mit und versenkte den Ball aus relativ spitzem Winkel im langen Eck (26.). Noch sehenswerter war der Ausgleich für den Ländle-Club. Gebauer traf knapp außerhalb der Strafraumgrenze volley aus der Drehung via Latten-Unterkante (40.).

Die entscheidende Szene folgte bald nach Wiederanpfiff. Im Zuge eines Eckballs wurde Benedikt Zech von Ortiz zu Boden gezogen, und Schiedsrichter Manuel Schüttengruber entschied zum großen Ärger der Mattersburger auf Elfmeter, den Berisha sicher verwandelte (53.).

Spätestens ab diesem Zeitpunkt überließen die Hausherren den Burgenländern praktisch zur Gänze das Spiel. Die Mannschaft von Ex-Altach-Coach Klaus Schmidt wusste mit dem hohen Maß an Ballbesitz allerdings nichts anzufangen und wurde daher von Rapid auf Platz zwei der Qualifikationsgruppe verdrängt (APA)