Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.04.2019


Bundesliga

Das Dilemma der „Innschbrugga Jungs“ beim FC Wacker

Für die Innsbrucker Flo Rieder, Flo Buchacher (beide FC Wacker) und Michael Lercher (Mattersburg) läuft die Saison nicht nach Plan.

Für Florian Rieder lief die Saison nicht nach Wunsch.

© gepaFür Florian Rieder lief die Saison nicht nach Wunsch.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – „Innschbrugga Jungs, Innschbrugga Jungs, wir sind alles Inschbrugga Jungs.“ Wenn die Wacker-Fans dieses Lied anstimmen, dürfen sich besonders zwei Schwarzgrüne angesprochen fühlen: Flo Rieder und Flo Buchacher eint nicht nur die Kindheit im Innsbrucker Westen, sondern auch ihre sportliche Situation: Beide haben sich viel vorgenommen, für beide lief die Saison jedoch nicht nach Wunsch.

Nach seinem Mittelfußbruch steht Buchacher seit zweieinhalb Wochen wieder im Mannschaftstraining und hofft auf Einsatzzeiten: „Ich habe natürlich lange kein Spiel mehr absolviert, aber ich bin bereit“, scharrt der 31-Jährige vor dem Gastspiel in Mattersburg (Samstag, 17 Uhr) mit den Hufen. Sein letztes Match absolvierte der Außenbahnspieler im Dezember in Hartberg, insgesamt kommt er auf gerade einmal 111 Bundesliga-Minuten. „Wenn man das Jahr zusammenfasst, war es nicht ideal. Es ist vieles zusammengekommen.“ Immer wenn Buchacher eine Chance erhielt, schlug der Verletzungsteufel erbarmungslos zu. „Außerdem hatte ich im Herbst mit Bertl (Albert Vallci/inzwischen Salzburg, Anm.) einen richtig guten Spieler vor mir.“ Der Innsbrucker bleibt trotzdem positiv: „Die Saison ist noch nicht vorbei. Es geht oft schnell und ich habe im Training ein gutes Gefühl.“

Florian Buchacher.
Florian Buchacher.
- gepa

So eines hatte auch Flo Rieder nach der Winter-Vorbereitung. Viel öfter kam er deshalb in der Bundesliga-Mannschaft aber nicht zum Zug. Nach sechs Einsatzminuten im Herbst kamen im Frühjahr gerade einmal 26 weitere dazu. „Es läuft nicht so, wie ich mir das vorstelle“, sagt der 22-Jährige, der zuletzt auch ein Vieraugengespräch mit Trainer Thomas Grumser führte. „Er hat mir gesagt, wo ich mich verbessern muss. Das nehme ich an.“ Eine gewisse Enttäuschung kann und will der Mittelfeldspieler aber gar nicht verbergen: „Es war immer mein Traum, mit dem FC Wacker in der Bundesliga zu spielen. Es hat mich enttäuscht, dass es nicht so gekommen ist.“ Aktuell liefert Rieder bei der zweiten Mannschaft (vier Scorerpunkte in den vergangenen fünf Spielen) starke Zahlen, auch heute gegen den FAC wird Rieder im „Zweier-Dress“ auflaufen. Nachdem schon im Winter Transfergerüchte laut geworden waren, deutet vieles auf einen Abschied im Sommer hin: „Ich werde im Mai 23 Jahre alt und will den nächsten Schritt machen.“

Auch beim Gegner vom Samstag, dem SV Mattersburg, spielt ein waschechter „Innschbrugga“. Doch auch bei Michael Lercher drückt der Schuh. Nach einem Fersenbeinbruch und Reha in der Tiroler Heimat hofft der 23-Jährige, in knapp drei Wochen wieder mit dem Lauftraining beginnen zu können. Trotz gerade einmal 180 Bundesliga-Minuten fühlt sich der Außenverteidiger im Burgenland pudelwohl und ist sich mit Blick auf Samstag sicher: „Der Trainer wird das Team so einstellen, dass wir die drei Punkte holen.“ Seine Ex-Kollegen beim FC Wacker wollen dies freilich verhindern.

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Michael Lercher (Mattersburg)  kam auch nicht auf Touren.
Michael Lercher (Mattersburg) kam auch nicht auf Touren.
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