Letztes Update am Sa, 20.04.2019 22:25

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Bundesliga

Bayern legt vor, Stuttgart feuert nach Debakel Trainer Weinzierl

Onisiwo schoss Mainz zum 3:1-Sieg gegen Düsseldorf. Stuttgart kassierte die höchste Niederlage seit 33 Jahren.

Die Bayern mit Lewandowski (rot) hatten beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen Mühe.

© AFPDie Bayern mit Lewandowski (rot) hatten beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen Mühe.



Bayern München — Werder Bremen 1:0 (0:0)

David Alaba und Bayern München haben im Zielsprint der deutschen Fußballbundesliga wieder vorgelegt. Am Samstag setzte sich die Elf von Niko Kovac zuhause zwar etwas mühevoll mit 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen durch, erhöhte den Vorsprung auf Borussia Dortmund aber auf vier Punkte. Der BVB gastiert erst am Sonntag in Freiburg.
Verantwortlich für den dritten München-Sieg in Serie war nach einer schwachen ersten Hälfte eine Leistungssteigerung nach der Pause ebenso wie Gelb-Rot für Bremens Milos Veljkovic nach fast einer Stunde (58.). Dann schnürten die Bayern den Gegner in der eigenen Hälfte ein, blieben - so wie Alaba, der an Goalie Jiri Pavlenka scheiterte (69.) - aber lange im Abschluss glücklos. Einem Defensivmann war dann die entscheidende Aktion vorbehalten: Niklas Süles Schuss wurde zum Ärger von Werder-Goalie Jiri Pavlenka unhaltbar abgefälscht.


Mainz — Düsseldorf 3:1 (1:1)

In Mainz schoss Karim Onisiwo die Hausherren mit seinem sechsten Saisontor zu einem 3:1-(1:1)-Heimerfolg gegen Düsseldorf mit Kevin Stöger und Markus Suttner. Onisiwo, der durchspielte, brachte Mainz in der 67. Minute mit dem 2:1 auf die Siegerstraße, sein Teamkollege Jean-Philippe Mateta glänzte mit einem Doppelpack (1., 87.). In der Tabelle rückte Mainz bis auf einen Punkt an Düsseldorf bzw. Platz 10 heran.

Leverkusen - Nürnberg 2:0 (0:0)

Julian Baumgartlinger feierte mit Leverkusen einen 2:0-(0:0)-Heimsieg über Abstiegskandidat Nürnberg, die Tore erzielten Lucas Alario (60.) und Kevin Volland (86.). Leverkusen, bei dem Ramazan Özcan und Aleksandar Dragovic auf der Bank saßen, stieß damit zumindest vorübergehend wieder in die Europacupzone vor. Für Nürnberg änderte sich nicht viel, drei Punkte Rückstand auf Stuttgart bzw. Relegationsplatz 16.


Augsburg — Stuttgart 6:0 (3:0)

Mit einem historisch blamablen Auftritt hat der VfB Stuttgart einen neuen Tiefpunkt im Abstiegskampf erreicht und die wohl letzte Chance auf den direkten Klassenverbleib verspielt. Das Team des immer heftiger wankenden Trainers Markus Weinzierl kassierte am Samstag bei dem nun praktisch geretteten FC Augsburg mit 0:6 (0:3) die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Noch am Abend zog Stuttgart die Reißleine und entließt Trainer Weinzier. Der VfB reagierte damit nicht nur auf das 0:6-Debakel in Augsburg sondern auch auf die jüngste Talfahrt der Schwaben, die aus den vergangenen sechs Runden nur zwei Punkte holten. Derzeit liegt der VfB auf Relegationsplatz 16.

Weinzierl hatte sein Amt erst am 10. Oktober 2018 als Nachfolger des zuvor entlassenen Tayfun Korkut übernommen. Sein Nachfolger in den letzten vier Saisonrunden wird der bisherige Stuttgart-U19-Coach Nico Willig.

Die Augsburger können hingegen jubeln. Mit nun zehn Punkten Vorsprung auf Stuttgart ist ihnen der Klassenerhalt bei nur noch vier Partien quasi nicht zu nehmen. (APA, dpa)


Deutsche Bundesliga

Samstag:
Bayern München - Werder Bremen 1:0 (0:0)
München: Alaba spielte durch. Bremen: Friedl, Harnik
Ersatz.

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0)
Leverkusen: Baumgartlinger spielte durch, Özcan,
Dragovic Ersatz. Nürnberg: Margreitter ab 79., Jäger
nicht im Kader.

FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0 (3:0)
Augsburg: Danso, Gregoritsch spielten durch, Teigl
Ersatz.

FSV Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1)
Mainz: Onisiwo spielte durch und Tor zum 2:1 (67.).
Düsseldorf: Suttner, Stöger spielten durch.

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig 1:2 (0:1)

Leipzig: Sabitzer, Laimer spielten durch, Ilsanker nicht


Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 20.30

Sonntag:
SC Freiburg - Borussia Dortmund 15.30
Hertha BSC Berlin - Hannover 96 18.00

Montag:
VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 20.30